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#wirkoennenrichtig heimat Hafen-Historie wird wieder erlebbar

Von Katrin Zimmer | 14.06.2017, 15:00 Uhr

Rathaus zeigt Schau mit Fotografien von Werner Kröneke: Werke sollen zum Stadtjubiläum an Häuserwände

Alte Werftgebäude, Getreidespeicher und Fischhallen – wie der Rostocker Stadthafen früher ausgesehen hat und was aus den historischen, teils denkmalgeschützen Bauwerken geworden ist, zeigt eine Schau mit Fotografien des Hamburger Künstlers Werner Krömeke seit gestern im Rathaus.

„Als ich das erste Mal durch den Stadthafen ging, habe ich mich gefragt, was das für ein baufälliges, fensterloses Gebäude ist und warum das erhalten wird“, sagt der studierte Architekt Krömeke über den Speicher. So sei bei vielen Gebäuden die Historie – vor allem für Touristen, aber auch jüngere Einheimische – nicht erkennbar. Mit Schwarz-Weiß-Fotos an markanten maritimen Wirkungsstätten will er nachhelfen. „Heutzutage brauchen wir Bilder, um die Geschichte zu verstehen“, sagt Krömeke. Mit Stadtkonservator Peter Writschan habe er die Geschichte(n) hinter den Gebäuden aufgearbeitet, Aufnahmen aus dem städtischen und Universitätsarchiv gesichtet und die Collagen auf Leinwand gebannt.

Langfristiges Ziel von Künstler und Hansestadt ist es, bedruckte Verbundplatten dauerhaft in die Fassaden der Hafengebäude zu integrieren. In Hamburg seien solche Installationen schon umgesetzt worden. Für das erste, etwa 9000 Euro teure Exemplar seien laut Stadtkonservatorin Uta Jahnke bereits Mittel im Haushalt für 2018 eingestellt. Nach Möglichkeiten, das Projekt zu fördern, werde gesucht. Bereits zum 800. Stadtgeburtstag soll an der Bühne 602 am Warnowufer, wo 1952 die Deutsche Seereederei gegründet wurde, eine solche Fotografie prangen, weitere sollen folgen. Im Rathaus sind die Bilder bis kommenden Freitag zu sehen.