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Klimafreundlich Hafenfest für den Umweltschutz

Von Michaela Kleinsorge | 09.07.2018, 05:00 Uhr

Initiativen und Verbände informieren bei der Klima Sail über Möglichkeiten, im Alltag Nachhaltigkeit zu leben.

Nachhaltigkeit und klimafreundlich leben – das heißt, beispielsweise nicht mit dem SUV zum Bioladen zu fahren oder auf ständig neue Handyanschaffungen zu verzichten. Das Hafenfest für den Klimaschutz, die Klima Sail 2018, hat am Sonnabend im Stadthafen Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich jeder im Alltagsleben auf die drohende Problematik einstellen und mithelfen kann, eine umweltfreundlichere Zukunft zu gestalten.

Zu diesem Anlass legte auch das Traditionsschiff „Amazone“ am Kai an. Das Umweltprojekt der Nordkirche lädt Jugendliche zu Segeltörns zwischen Flensburg und Greifswald ein, um Aspekte des Klimaschutzes zu erleben und zu erlernen. Die sollen ihre Erfahrungen und Ideen in ihrer Stadt mit den lokalen Politikern auf Augenhöhe ausdiskutieren. „Wir haben uns intensiv in Projekten mit dem Klimawandel beschäftigt, vegan gekocht und durften hinter die Kulissen der Navigation und Technik schauen“, beschreibt Sunna Herklotz ihre spannenden Erfahrungen an Bord.

Auch die Rostocker Ortsgruppen Greenpeace, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Grünen hatten sich mit unterschiedlichen Aktionen eingeklinkt. „Klimaschutz funktioniert nur mit einer nachhaltigen Infrastruktur und den Verzicht auf fossile Brennstoffe“, sagte Ulrich Söffker (Grüne). Deshalb setzt sich die Partei für die Abschaltung des Rostocker Kohlekraftwerks mit erhöhten Schadstoff-Emissionen ein.

Greenpeace machte mit einer Kleidertauschbörse auf den unnötigen Massenkonsum von Kleidungsstücken aufmerksam. „Wir präsentieren das schmutzige Geheimnis unserer Kleidung durch die Verwendung gefährlicher Chemikalien, die Gewässer und Gesundheit immens schädigen“, erklärt Koordinator Malte Brockmann und setzt auf mehr Qualität statt Quantität der Kleidung.

Beim BUND stand der Artenschutz sowie chemiefreies Gärtnern auf der Prioritätenliste, um einheimische Arten, wie beispielsweise Schmetterlinge zu schützen. „Es wäre schön gewesen, wenn die Rostocker heute mehr Interesse am Umweltschutz ihrer Stadt gezeigt hätten“, resümierte Besucherin Helena Weiss ihren Eindruck zur Klima Sail mit lediglich rund 100 Besuchern.