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Ein Artikel der Redaktion NNN

Prozess in Rostock Haft und gemeinnützige Arbeit: Junge Dealer verurteilt

Von Joachim Mangler | 06.07.2018, 18:30 Uhr

Sie handelten mit Marihuana und Haschisch. Jetzt sprach das Gericht ein Urteil

Das Landgericht Rostock hat drei junge Dealer wegen Drogenhandels zu Haftstrafen verurteilt, die bei zweien zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ein 19-Jähriger, der als Haupttäter galt, muss nach dem Urteilsspruch von Freitag für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Die anderen beiden, die zur Tatzeit noch nicht 18 Jahre alt waren, erhielten Bewährungsstrafen von 20 beziehungsweise 22 Monaten Haft. Sie müssen zudem 200 gemeinnützige Arbeitsstunden ableisten.

Laut Anklage haben die drei zwischen Juli 2017 und Februar 2018 mit Marihuana und Haschisch im Kilobereich Handel getrieben. Sie hätten die Drogen bei neun Touren in Berlin gekauft und in Rostock in kleineren Portionen an Zwischenhändler verkauft. Insgesamt sollen sie aus den Weiterverkäufen einen Gewinn von rund 22 000 Euro erzielt haben.

Die Ermittler waren den Angaben zufolge den jungen Männern nach einer längeren Telekommunikationsüberwachung auf die Spur gekommen. Bei ihrer Verhaftung im Rostocker Hauptbahnhof wurden neben fünf Haschischplatten à 100 Gramm auch 200 Ecstasy-Tabletten gefunden.