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Handball 3. Liga Nord Der HC Empor will am Sonnabend den Titel klarmachen

Von Bernd-Dieter Herold | 02.05.2019, 16:13 Uhr

Wenn die Rostocker gegen Hannover-Burgwedel gewinnen, würden sie zugleich um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielen.

Gewinnt der HC Empor am Sonnabend ab 19 Uhr in der seit Wochen ausverkauften Ospa-Arena gegen Handball Hannover-Burgwedel, ist er Meister der 3. Handball-Liga Nord und duelliert sich am 12. (auswärts) und 19. Mai in der Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit der HSG Krefeld. „Im Fall der Fälle, den ich natürlich wünsche, wird der Vorverkauf für die Heimpartie in der Stadthalle am 5. Mai beginnen“, sagt HCE-Vorsitzender Tobias Woitendorf.

Tim Völzke, unter dessen Leitung sich das Team speziell in der Rückrunde aus so manch kritischer Situation befreite, bringt zum Ausdruck: „Wir werden Burgwedel in keiner Phase unterschätzen.“ Dürfen die Rostocker auch nicht, denn die Niedersachsen kommen mit breiter Brust. Durch ein 31:28 über Bernburg machten sie den Klassenerhalt perfekt und können an der Ostseeküste ohne Druck aufspielen. „Ein bisschen ärgern wollen wir Empor schon“, meint Gäste-Co-Trainer Jörg-Uwe Lütt, der in der Saison 2008/09 das Tor der Rostocker hütete.

Ohne Fleiß kein Preis – die Punkte wird der HCE auf keinen geschenkt bekommen. Das weiß auch Trainer Till Wiechers: „So kurz vor dem Ziel wird die Mannschaft noch einmal alles Mögliche reinwerfen. Auch die angeschlagenen Spieler wollen auf die Zähne beißen, damit wir die zwei Punkte holen.“ Der Coach macht darauf aufmerksam, dass im Team von Burgwedel „mehrere Akteure mit Erstliga-Erfahrung stehen“. Und die beherrschen das Handball-Abc. Nenad Bilbija mit oft einfachen Treffern und Florian Freitag sind im Rückraum die Männer mit der eingebauten Torgarantie bei den Gästen, die das 20:26 aus dem Hinspiel möglichst korrigieren möchten.

Wiechers kann bis auf Robin Breitenfeldt und Stefan Wilhelm für das Saisonfinale auf alle Spieler zurückgreifen. Nach dem Ausfall der beiden Langzeitverletzten hatte der Trainer geäußert: „Das ist für den Restkader auch Chance zur Weiterentwicklung.“ Und wie diese dann genutzt wurde – chapeau! Da fehlt nun nur noch die zuvor wohl nur von den heißesten Fans erwartete Krönung...

Der Verein verpflichtet Per Oke Kohnagel

Per Oke Kohnagel vom Oranienburger HC ist beim HC Empor erster Neuzugang für die kommende Saison. Der Rückraum-Mitte-Spieler unterschrieb beim Traditionsverein ligaunabhängig einen Vertrag für zwei Spieljahre. Der 24-Jährige, den Cheftrainer Till Wiechers bereits in Flensburg vier Jahre unter seinen Fittichen hatte, gehört zu den besten Regisseuren der 3. Handball-Liga und verfügt zudem über gute Defensivqualitäten. Über den 1,88 Meter großen künftigen Rostocker sagt der Coach: „Per ist einer dieser Spieler, der jeden seiner Nebenleute besser macht, wenn er auf dem Feld ist. Außerdem wird er auch menschlich zu uns passen.“

Der HCE reagiert mit der Verpflichtung auf den weiteren Ausfall von Robin Breitenfeldt, der aufgrund des komplizierten Knie-Knorpelschadens voraussichtlich noch bis mindestens Mitte der nächsten Saison ausfallen wird. „Ich freue mich auf Empor. Mir gefällt, wie die Mannschaft spielt und sich präsentiert“, kommentierte Kohnagel seinen Wechsel.