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Handball Sogar Keeperin Sara Peters traf per Weitwurf

Von Klaus-Peter Kudruhs | 17.11.2019, 18:45 Uhr

Die Frauen des RHC gewinnen 32:29 in Neubrandenburg, die A-Jugend verliert in der Bundesliga bei Werder Bremen 23:30.

Zum Fest „Handball pur“ des SV Fortuna 50 Neubrandenburg waren auch zahlreiche Fans aus der Hansestadt angereist. Gut 1200 Zuschauer erlebten u. a. einen knappen, aber verdienten 32:29-Auswärtssieg der Frauen des Rostocker HC in der Partie der Oberliga Ostsee-Spree bei den Vier-Tore-Städterinnen.

„Ich bin über weite Strecken mit der Leistung unserer Mannschaft zufrieden. Sie warf einen komfortablen Vorsprung heraus, so dass eigentlich nichts passieren konnte. Warum sie durch undisziplinierte Spielweise in den zehn Schlussminuten Neubrandenburg wieder stark machte und alles aufs Spiel setzte, muss man mir allerdings erklären“, so Trainerin Ute Lemmel.

Der RHC war sofort hellwach und enteilte zügig bis zum 9:3 (11.). Die Abwehr stand ohne Fehl und Tadel, und vor dem gegnerischen Tor waren die meisten Würfe erfolgreich. Zwar stellte sich die Fortuna dann besser auf das Rostocker Spiel ein, verkürzte auf 8:12 (20.), aber mit einem Siebenmeter-Treffer von Victoria Schlegel zum 20:13-Pausenstand waren die Rollen im Jahn-Sportforum wieder klar verteilt.

Die Vormachtstellung der Dolphins hielt bis zum 30:19 (47.) an. Sogar Keeperin Sara Peters traf in der 35. Minute per Weitwurf. Was dann aber passierte, ließ nicht nur der Chefin auf der Bank die Haare zu Berge stehen. Durch Unordnung und Lässigkeiten kamen die Gastgeberinnen noch ganz gefährlich bis auf drei Treffer heran.

Rostocker HC: Sara Peters 1, Nadine Berger – Antonia Fränk, Lea Dalinger 1, Liza Johannisson 2, Alexandra Rohde 2, Sophie Powierski 4, Lena Bunke 1, Victoria Schlegel 6/3, Frances Krüger 1, Hanna Strack 2, Julia Böhm 1, Nicole Rotfuß 6, Celine Kellert 5/1

Elf Tore von Hanna Strack sind zu wenig

23:30 im Rückspiel beim SV Werder Bremen: Die A-Jugend-Mädchen des Rostocker HC verloren auch ihr viertes und letztes Vorrundenspiel in der für sie nur kurzen Bundesliga-Saison. Bis zum 10:16 zur Pause versuchten die Gäste das Match offen zu halten. Die Abwehr hatte es aber schwer, gegen die Bremer Wurfgewalt zu bestehen. Selbst versuchte man es mit Anspielen zum und Durchbrüchen am Kreis. Hanna Strack machte es da mit sechs Toren schon in der ersten Halbzeit richtig gut. Im zweiten Teil legte sie noch fünf Treffer nach, ebenso Luisa Schubert. Das reichte mit dem 13:14 fast zum Gleichstand. Aber eine Hanna Strack und eine Luisa Schubert reichten letztlich nicht aus. Aus dem Rückraum und über die Außenpositionen kam einfach zu wenig. Jetzt geht es für die A-Mädchen, die nicht bei den Frauen zum Einsatz kommen, in der Bezirksliga weiter.

Rostocker HC: Sara Peters, Lena Clasen, Leonie Büchert – Vivienne Hildebrandt 1, Lea Kellert, Lilly Schultz 1, Jannika Mai 1, Xenia Hildebrandt, Frances Krüger 3/3, Luisa Schubert 5, Aenna Schult 1, Hanna Strack 11, Rieke Anderson, Lea Dethloff