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Handball-MV-Liga Rostocker HC II springt noch auf den Bronze-Platz

Von Klaus-Peter Kudruhs | 29.04.2019, 20:05 Uhr

Zum Saisonabschluss gab es neben dem 32:22 gegen den SV Pädagogik auch den emotionalen Abschied für zwei Trainerinnen.

Zum Abschluss der MV-Liga der Handball-Frauen verdrängte der Rostocker HC II bei Punktgleichheit dank der besseren Tordifferenz den SV Warnemünde noch von Platz drei.

Rostocker HC II – SV Pädagogik Rostock 32:22 (17:9)

Der RHC II wusste um seine Bronze-Chance und ging entsprechend sehr temporeich zu Werke, bestrafte jeden Fehler der Gäste. Zur Pause war eigentlich schon alles entschieden. „In der zweiten Halbzeit wurde unser Spiel besser, doch in echte Bedrängnis konnten wir den Gastgeber nicht mehr bringen. Immerhin präsentierte sich unser Team jetzt um einiges torgefährlicher“, so Pädagogik-Trainerin Heike Puls. Da jedoch die Fehlerquote im Spielaufbau hoch blieb, zog der RHC II weiter seine Kreise und war beim 30:18 (51.) sogar um zwölf Tore weg. So war Coach Brigit Polkehn am Ende zufrieden: „Meine Mädchen sind als Mannschaft aufgetreten und haben noch einmal eine tolle Leistung gezeigt.“

Dabei nach ihrer Babypause auch erstmals wieder Josephine Pohanka, die gleich fünf Treffer erzielte.

Mit Andrea Hamann (RHC) und Heike Puls gehen jetzt zwei Trainer-Institutionen von Bord. Beide prägten über viele Jahre den Rostocker Frauenhandball mit. So gab es doch einige Abschiedstränen und viel Beifall für die tolle Arbeit dieser beiden „handballverrückten“ Frauen. Sie hinterlassen eine Riesenlücke.

Rostocker HC II: Nau, Clasen – Gerke 1, Zoll 2, Gaevert 5, Duwe 5, Lilly-Marie Schultz 3, Pohanka 5, Kaden 3/1, Leonhardt 8

Pädagogik: Biermann, Suckow – Anja Schultz 3/1, Kerstin Schümann 7, Böttcher, Drobek 1, Wandel, Stepanek 1/1, Lindenau 1, Awe 5, Wedel 2, Rosentreter 2, Asmus, Waack

SV Fortuna 50 Neubrandenburg – SV Warnemünde 33:23 (14:9)

Die Medaille verspielte der SV Warnemünde schon vorher, als zuletzt unnötigerweise Punkte gegen Bützow und in Wismar verschenkt wurden. So war diese Niederlage beim Meister und Oberliga-Aufsteiger SV Fortuna 50 Neubrandenburg nicht mehr ganz so schmerzlich.

„Die Luft war raus, und zum Showdown konnte unser Team leider nicht mehr beitragen. Es sollte nicht sein, dass sich die Mannschaft für eine im Ganzen betrachtet gute Saison selbst belohnt“, war SVW-Trainer Stefan Strack etwas traurig.

Die Ostseestädterinnen gingen zwar 1:0 in Führung und hielten bis zum 7:8 (21.) gut mit, Neubrandenburg nahm dann aber eine Auszeit und machte bis zur Pause richtig Dampf. Nach dem Seitenwechsel vergrößerte sich der Rückstand der Gäste noch auf zehn Treffer.

„Fortuna war keine Übermannschaft, doch bei uns mangelte es diesmal an allem. Der Rhythmus und die Lust am Spiel fehlten. Trotzdem ein Dankeschön an alle Beteiligten, wenn es am Ende auch nur die ,goldene Ananas‘ wurde“, so Strack.

Dem SV Warnemünde blieb die Rostocker Stadtmeisterschaft, denn die Derbys gegen den Rostocker HC II (27:25, 24:21) sowie den SV Pädagogik (31:25, 25:23) wurden gewonnen.

SV Warnemünde: Knoop – Jens 1, Boelter 2, Maske, Jahn 3, Schreier 3, Schwebke 3, Pingel 3, Czarschka 4/1, Dombrowski 2, Jodmikat 2

Abschied für Schwaan und auch beim SV Warnemünde

Am letzten Spieltag der MV-Liga der Handball-Männer gewann der SV Warnemünde (3./36:8 Punkte) mit 26:20 (11:9) beim Tabellenletzten und Absteiger Schwaaner SV (12./6:38).

Die Trainer Detlef Lankowski (SSV) und Matthias Schmidt waren sich einig, dass es kein sonderlich gutes Match war. Über 9:9 (27.) blieb es bis zum 11:13 (37.) eine Partie auf Augenhöhe. Danach setzten sich die Gäste spielerisch besser in Szene und enteilten auf 18:12 (45.).

Zum Abschluss gab es noch einmal Beifall für die Schwaaner, die zehn Jahre in der MV-Liga dabei waren. Unter dem Trainerduo Detlef Vogt und René Burghard wurde damals eine Mannschaft geformt, die 2010 als Verbandsliga-Sieger den Sprung ins Oberhaus des Landes schaffte. Unter Coach Detlef Lankowski, der das Amt vor einem halben Jahr wieder übernahm, konnte der Abstieg letztlich nicht mehr verhindert werden.

Abschied auch beim SV Warnemünde. Vor sechs Jahren hatte Trainer Matthias Schmidt mitten in der Oberliga-Saison die Mannschaft übernommen und nach dem Abstieg neu formiert. Heute gehört der SVW zu den besten Teams im Land. Trotzdem sieht Schmidt für sich keine weitere Entwicklungsmöglichkeit. Er verabschiedete sich unter Wehmut von jedem seiner Spieler.

Schwaan: Humke, Schult, Grünwald – Kreim 1, Gruszka, Koszinski 1, Schumann 3, Bender 6, Frieser 4/1, Ziegler, Hildebrandt, Kröger 1, Zöllig 1, Strube 3

SV Warnemünde: Hintze, Funke – Schmeling 3/1, Schulz 1, Holtz, Polkehn 4, Jung 3, Mielke 1, Bardosch, Wolfgramm 2, Wende 1, Fick 5/1, Arne Reiser 2, Stolze 4/1