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Soziale Fragen Handwerker plädieren für Azubi-Ticket

Von Redaktion svz.de | 16.08.2018, 05:00 Uhr

Kammer sieht Defizite in Reform des Landes und fordert mehr Entgegenkommen – zum Wohle der Fachkräftesicherung.

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg – Vorpommern (HWK) fordert seit Langem eine Überarbeitung des Zuschussprogramms, mit dem das Bildungsministerium MV Auszubildende bei den Fahrten zu den Berufsschulen unterstützt. Die Reform des Programms und Anhebung der Vergütungsgrenze begrüßt die Handwerkskammer. „Positiv ist, dass die neuen Regelungen jetzt für ein Schuljahr gelten sollen und nicht wie bisher für ein Schulhalbjahr“, so Präsident Axel Hochschild. „Dennoch sind mit der Anhebung der Vergütungsgrenze auf 600 Euro statt der geforderten 750 Euro nach wie vor ausbildungsstarke Handwerksberufe wie das Bau-, Elektrohandwerk oder die Kfz-Branche von dieser Unterstützung ausgenommen.“ Damit gingen potenzielle Fachkräfte verloren, weil Jugendliche die hohen Kosten für Fahrten zu den zentralisierten Berufsschulen scheuen würden. Die HWK fordert ein Azubi-Ticket. Olaf von Müller, Landesinnungsmeister der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke MV, fordert, dass die Ministerpräsidentin sich der Gesamtthematik annimmt.