Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Rudern Hannes Ocik: „Das Rennen verlief optimal“

Von Peter Richter | 27.08.2019, 17:04 Uhr

Bei den WM in Linz gewinnt der Deutschland-Achter absolut souverän seinen Vorlauf und zieht direkt ins A-Finale ein.

Die Wellen schlugen hoch, als es der Deutschland-Achter beim Weltcup III in Rotterdam „gewagt hatte“, zum ersten Mal seit den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro einmal nicht Erster zu werden. Nach elf gewonnenen Finals hintereinander (zwei Weltmeisterschaften, drei EM, sechs Weltcups) gab es eine „Niederlage“ gegen die Nachfolger von Olympiasieger Großbritannien.

Inzwischen ist das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes aber offensichtlich wieder „ganz das Alte“. Zumindest zeugte der absolut souveräne Vorlaufsieg am Dienstag bei den WM in Österreich davon: Auf der malerischen, von Bäumen gesäumten Strecke des „Donau-Abzweigs“ Linz-Ottensheim ließ das sponsorgrüne Boot der Deutschen mit bis zu 22 km/h die Konkurrenz auf den ersten drei Vierteln der 2000 Meter fast „stehen“, hatte bis dahin 14 Meter Vorsprung auf den Zweiten Australien und brauchte sich auf dem Rest gar nicht mehr voll verausgaben, um nach insgesamt 5:30,28 Minuten den Bugball ganz vorn zu halten.

„Das Rennen verlief optimal“, stellte der für die Schweriner RG von 1874/75 startende Rostocker Hannes Ocik fest. „Wir sind gut aus dem Startblock gekommen und konnten uns über den Streckenschlag lösen. Auf der zweiten Hälfte konnten wir dann einige Körner sparen und uns jegliche Spurts sparen“, so der Schlagmann.

Im zweiten Vorlauf setzten sich die Briten (5:25,91) vor den USA durch. Die genannten vier Teams stehen bereits im A-Finale am Sonntag.

Mit enttäuschenden 21,89 Sekunden Rückstand auf Vorlaufsieger Neuseeland wurde der deutsche Frauen-Achter, der zum ersten Mal seit 2015 wieder an WM teilnimmt, nur Fünfter.

„Wir sind realistisch in die Regatta gestartet. Uns war klar, dass ein direkter Finaleinzug utopisch ist“, gab Christin Stöhner vom Olympischen Ruder-Club Rostock Auskunft. „Gerade die Startphase hat jedoch gut funktioniert. Darauf wollen wir weiter aufbauen. Dass wir über den Rest der Strecke so auseinandergefallen sind, ist schade, aber wir haben noch zwei Rennen vor uns, in denen wir weiter an diesen Punkten arbeiten werden, um die bestmögliche Platzierung rauszuholen.“

Am Mittwoch ab 12.29 Uhr wollen Stephan Krüger (Frankfurter RG Germania von 1869/ORC) und Tim Ole Naske (RG Hansa Hamburg) im Quarterfinal 1 der Doppelzweier mindestens Dritter werden und damit das Halbfinale am Donnerstagnachmittag klar machen.