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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rudern Hannes Ocik im Finale, auch Stephan Krüger siegreich

Von Peter Richter | 31.05.2019, 19:21 Uhr

Deutschland-Achter bei den EM sicherer Erster im Vorlauf – Doppelzweier souverän ins Halbfinale, auch Dräger weiter.

Von den fünf Teilnehmern aus MV bei den Europameisterschaften in Luzern ist am Freitag zum Auftakt der für die Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 startende Rostocker Hannes Ocik mit dem Deutschland-Achter als Vorlauf-Sieger vor Rumänien, Russland und den abgeschlagenen Polen direkt in das A-Finale am Sonntag eingezogen. „Wir hatten uns vorgenommen, das Rennen von vorne zu bestimmen. Das ist uns ab 300 Metern gut gelungen. Am Ende konnten wir ein paar Körner fürs Finale sparen“, sagte Hannes und fügte hinzu: „Holland hat im zweiten Vorlauf die schnellste Zeit erreicht, die jemals bei einer EM gefahren wurde. Das wird sicherlich spannend am Sonntag.“

Christin Stöhner (Olympischer RC Rostock) belegte mit Annabel Oertel (Potsdam), Sophie Oksche (Ingolstadt) und Alexandra Höffgen (Neuss) im Vierer ohne Platz vier im Vorlauf und bekommt am Sonnabend im Hoffnungslauf eine zweite Chance.

Bei den Skullern gewann der neue Doppelzweier mit Stephan Krüger (Frankfurter RG von 1869/ORC) und Tim Ole Naske (RG Hansa Hamburg) seinen Vorlauf vor Italien, Frankreich und Russland und zog direkt ins Halbfinale. „Ich bin total zufrieden und gespannt, wie es weitergeht und wie die Gegner drauf sind, auf die wir morgen (Sonnabend – d. Red.) stoßen werden“, so Stephan Krüger.

Julia Leiding (Rostocker Ruder-Club von 1885) wurde im Einer Vorlauf-Fünfte. Damit musste sie in den Hoffnungslauf und dort am Nachmittag mindestens Dritte werden. Bis zur Streckenhälfte war die 25-Jährige im Rennen, dann kam sie nicht mehr mit – nur C-Finale.

Olympiastützpunkt-MV-Coach René Burmeister: „Julia (deren Heim-Trainer er ist – d. Red.) ist im Vorlauf mutig losgefahren, das war auch die Herangehensweise. Sie hat sich aber schnell überrumpelt gefühlt, gemerkt, dass sie noch nicht so weit ist, das Tempo mitzugehen, und hat es dann rausgenommen. Ähnlich bei Christin und dem Vierer ohne: Das reicht international nach hinten raus noch nicht, die Erfahrungen müssen sie erst sammeln.“

Marie-Louise Dräger und ihre Parterin im Leichtgewichts-Doppelzweier, Leonie Pless aus Frankfurt am Main, verpassten als Vierte in 7:07 Minuten für die 2000 Meter relativ deutlich Platz drei (Italien 6:55), doch die für Schwerin fahrende Rostockerin blieb guter Dinge: „Wir hatten mit Abstand den schnellsten Vorlauf“, teilte sie mit. „Ehrlich gesagt waren wir über das starke Auftreten der Italienerin überrascht. In jedem anderen Vorlauf wären wir locker in die nächste Runde gekommen… Jetzt geht es um 16.18 Uhr in den Hoffnungslauf.“ Hier zogen Dräger/Pless mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg ins Halbfinale ein.