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Ein Artikel der Redaktion NNN

FC Hansa Rostock Hansa immer noch ein großer Club

Von okra | 20.06.2015, 08:00 Uhr

Linksverteidiger Christian Dorda sieht den Wechsel aus Belgien nach Rostock eher als Fort- denn als Rückschritt.

Von Flandern an die Ostsee: Christian Dorda läuft ab der nächsten Saison für den FC Hansa auf. Der 26-Jährige, der erst kurz vor dem Trainingsstart verpflichtet wurde, soll den Fußball-Drittligisten auf der linken Verteidiger-Position verstärken. „Der Wechsel stand noch nicht lange fest. Daher wohne ich hier erst mal im Hotel und suche eine Wohnung“, erklärt Dorda, der später Freundin Jil und Töchterchen Isabella Aurora (acht Monate alt) aus Belgien nachholen will.

Beim dortigen Erstligisten Königlicher Fußball Club Westerlo kam der Defensivmann nicht mehr zum Zuge. „Das letzte halbe Jahr verlief für mich weniger positiv. Ich kam nicht mehr häufig zum Einsatz“, bedauert der Linksfuß.

Dennoch will er seine Zeit in Belgien und auch die zwei Jahre in Holland nicht missen. „Am Anfang hat man mir dort sehr geholfen. Das Land ist schön, die Mentalität ist anders. Das war durchweg positiv“, erinnert sich Dorda gern an die Zeit bei den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo und FC
Utrecht zurück.

Damals wie heute stand der gebürtige Mönchengladbacher vor einem Neuanfang. Nachdem er die Jugendschule der „Fohlen“ durchlief, schaffte er 2008 den Sprung in die Profi-Kader der Borussia. Unter Trainer Hans Meyer brachte es der Youngster auf sieben Bundesliga-Spiele und kickte mit Top-Leuten wie Oliver Neuville, Marko Marin oder Michael Bradley zusammen. In der folgenden Saison warfen ihn jedoch hartnäckige Probleme mit der Patellasehne zurück. „Dadurch fiel ich mehr als zwei Jahre lang aus. Das war der Genickbruch“, blickt Dorda auf den Tiefpunkt seiner Laufbahn zurück. Nach seiner Genesung und einem einjährigen Engagement bei der SpVgg Greuther Fürth fasste Dorda im grenznahen Holland wieder Fuß. „Dort wird sehr viel mit dem Ball gearbeitet und an Taktik und Technik gefeilt. Eben alles, was den holländischen Fußball ausmacht.“

Die Rückkehr nach Deutschland und in die 3. Liga sieht er eher als Fort- denn als Rückschritt. „Ich weiß, wie es ist, bei einem Traditionsverein zu spielen. Das reizt einen mehr. Hansa ist immer noch ein großer Club. Auch die Gespräche mit Trainer und Sportdirektor verliefen gut. Das war einer von vielen Gründen, nach Rostock zu wechseln“, erklärt der Profi, dem Hansas sportliche Talfahrt nicht entging. „Wir müssen versuchen, eine bessere Saison als im Vorjahr zu spielen. Ich will gesund bleiben und der Mannschaft helfen, irgendwann wieder mal nach oben schauen zu können.“ Schließlich weiß Christian Dorda, wie es sich anfühlt, in der 1. Liga aufzulaufen.