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Norddeutsche Neueste Nachrichten Hansa schafft endlich die Erlösung

Von Peter Richter | 14.10.2011, 10:35 Uhr

Der FC Hansa schlug am Freitag am 11.

Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga durch Kopfballtore von Peitz (40.) und Holst (73.) 1860 München 2:0 (1:0). Endlich, endlich der erste Saisonsieg!4-3-3 oder 4-2-3-1 – Trainer Vollmann entschied sich für die offensivere Variante, was er am Vortag angedeutet hatte: „Wir können 4-3-3 nur spielen, wenn wir damit klarkommen. Aber wir haben eine Woche daran gearbeitet, und wenn wir zu der Überzeugung gelangen, dass das die beste Lösung ist, machen wir das.“ So geschah es. Der FCH griff also auf die übliche Abwehr-Viererkette zurück (Rechtsverteidiger Robert Müller für den verletzten Schyrba), davor zwei Dreierreihen mit Pannewitz, Peitz und dem sein Saisondebüt begehenden Blum sowie Lartey, Schied und Jänicke.Die besten Chancen besaßen zunächst die „Löwen“. So entgingen die Weiß-Blauen in der 20. Minute nur mit viel Glück dem 0:1, als sie voll in einen Konter liefen. Kevin Müller wehrte großartig gegen Volland ab, in den zweiten Versuch von Rakic warf sich Peitz, schließlich erneut Torwart Müller dazwischen. Gott sei Dank nur Ecke und nicht die Führung für 1860. Auch Lauth kam völlig frei zum Zuge. Da schob er die Kugel knapp vorbei (29.).Die Rostocker steigerten sich in die Partie. Schied setzte die ersten Achtungszeichen, u. a. nach Ecke des immer wieder an den Aktionen beteiligten Lartey mit einem Kopfball, bei dem sich der Münchner Keeper Kiraly ganz lang machen musste (17.). Lartey dann mit einem Lupfer auf Pannewitz. Der kriegte fast aus dem Stand dennoch Druck hinter den Ball, aber daneben (32.). Die 40. Minute: sechster Eckball für den FC Hansa (7:2 in der ersten Halbzeit, insgesamt 10:4), wieder verheißungsvoll hereingebracht von Lartey, Kopfball von „Peitsche“ Peitz und 1:0 für die Gastgeber. Allerdings war Kiraly dem Hünen ins Kreuz gesprungen – wenige Minuten später ging es für Peitz nicht mehr weiter (eingeklemmter Nerv im Schulterbereich).Kurz nach Wiederbeginn musste auch Kapitän Pelzer, der einen Pferdekuss auf den rechten Oberschenkel bekommen hatte, verletzt raus (54.). Den Linksverteidiger-Posten übernahm nun Blum. Neu in die Partie kam Weilandt, der sich mit einem satten, jedoch etwas hoch geratenen Schuss gleich gut einführte (56.). Auch Lartey zielte knapp drüber (58.). Es folgte abermals nach Ecke von Lartey eine Riesenmöglichkeit für Pannewitz, der das Spielgerät aber nicht voll erwischte (66.). Die Ostseestädter kämpften leidenschaftlich, strahlten kollektiv aus, dass sie sich an diesem Abend den Dreier nicht mehr nehmen lassen würden. Nachdem in der 68. Minute eine außer Kontrolle geratene Flanke der „Sechzger“ durch den Rostocker Strafraum gepfiffen war, holte wenig später Blum auf der linken Seite einen Freistoß heraus. Lartey trat ihn hoch hinein, und ähnlich wie beim 1:0 war diesmal Holst per Kopf zur Stelle (73.). Erstmals in der laufenden Saison war Hansa in einer Partie ein zweites Tor gelungen, und das musste doch jetzt einfach reichen für die Erlösung! Ja, das tat es auch. Die Mecklenburger hatten die Sache voll im Griff und kamen durch Weilandt (86.) sogar dem 3:0 nahe.