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Hansetag Hansestädter feiern ihren Bund

Von Katrin Zimmer | 23.06.2018, 05:00 Uhr

„Kamper Kogge“ bringt Bier und Käse. Seeleute treffen sich wieder. Gäste besuchen historische Schiffe.

Die Hanse verbindet: Nach zehntägiger Reise ist die „Kamper Kogge“ in Rostock angekommen, um den 38. Hansetag zu feiern. Mitgebracht hat die zehnköpfige Crew des niederländischen Segelschiffes Bier, Käse, Kuchen und Senf. Im Gegenzug schenkte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ihnen das Jubiläumsbier aus der Rostocker Brauerei.

Beim Entladen der Kogge am Stadthafen haben sich Freitag viele alte Bekannte wieder getroffen, denn Kampen war im letzten Jahr Gastgeber des Hansetags. „Es war großartig. Sie haben den Maßstab wirklich sehr hoch gelegt“, sagt Methling beim Besuch der Holzkogge. Bort Koelewijn, Bürgermeister von Kampen, entgegnete: „Es ist genauso schön in Rostock.“

Nur einmal habe es während der Überfahrt geregnet, erzählt Kapitänsgattin Elisabeth Mannak. „Das war in der Nordsee. Wir sind rechtzeitig gestartet, sodass wir von Kiel nicht direkt nach Rostock gefahren sind, sondern noch eine kleine Rundfahrt nach Dänemark machen konnten“, sagt die Holländerin.

Nach dem verregneten Eröffnungsabend – eigentlich sollte die Kogge schon am Donnerstag mit dem Holzkran Höhe Wokrenter Straße entladen werden – ist die Stimmung sonnig bei den ehrenamtlichen Seeleuten. „Es ist schön, dass so viele Menschen gekommen sind, um uns in Empfang zu nehmen und uns besuchen“, sagt Flora Schouten. Letztes Jahr in Kampen hätten sie viele kennengelernt, die sie jetzt in Rostock wiedertreffen würden. Einer der alten Bekannten ist Axel Rantzow von der „Wissemara“, die nur wenige Meter entfernt im Stadthafen liegt. „Die Poeler Kogge ist einem Wrack nachempfunden, das 1997 vor der Insel gefunde wurde“, so der Seemann. Mitgebracht hat die Crew Brot, Whisky, Gin und ihren berühmten Sekt. „An Bord der Kamper Kogge wurde mit Bier aus Zutphen angestoßen, für den Nachmittag hatten sich die Hansestädter an Bord der „Wissemara“ verabredet.