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Hohe Düne Harald Løkkevik bleibt hinter Gittern

Von dpa | 28.10.2011, 06:47 Uhr

Der wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs angeklagte Investor der Yachthafenresidenz Hohe Düne in Warnemünde, Per Harald Løkkevik, muss in Untersuchungshaft bleiben.

Der Strafsenat des Oberlandesgerichts habe gestern die Haftfortdauer beschlossen, sagte eine Gerichtssprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Der nächste Haftprüfungstermin ist in drei Monaten angesetzt.

Sollte das Landgericht Rostock das Hauptverfahren gegen Løkkevik eröffnen, seien aber mit den Verteidigern des Norwegers bereits Verhandlungstermine vom 6. Dezember an abgesprochen.

Laut Anklage soll Løkkevik durch künstliche Aufspaltung des 100-Millionen-Euro-Projektes und falsche Angaben in den Jahren 2002 bis 2006 insgesamt rund 13,5 Millionen Euro Fördermittel zu Unrecht bekommen haben. Løkkevik hat die Anschuldigungen entschieden zurückgewiesen.

Der Norweger sitzt mit einer mehrwöchigen Unterbrechung seit Anfang Februar in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hätte das Hauptverfahren vor dem Landgericht gemäß der Strafprozessordnung spätestens am 11. Oktober eröffnet werden müssen. Nachdem dieser Termin verstrichen war, musste das Oberlandesgericht über die Haftfortdauer entscheiden. Aus Sicht des Schweriner Wirtschaftsministeriums sind die Subventionen für den Bau der Hotelanlage korrekt verlaufen. Dies geht aus der jüngst bekanntgewordenen Antwort des Ministeriums auf einen Fragenkatalog der EU-Kommission hervor. "Grundaussage ist, dass die Förderung beihilferechtlich nicht zu beanstanden ist", hieß es.

Das Hotel mit 368 Zimmern wurde nach dreijähriger Bauzeit im September 2005 eröffnet. Die Yachthafenresidenz und der Sportboothafen waren zentrale Objekte bei der später gescheiterten Bewerbung der Hansestadt Rostock um die Ausrichtung der Olympischen Segel-Wettbewerbe 2012.