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Handball Empor löst knifflige Aufgabe bei den Füchsen II sicher

Von Bernd-Dieter Herold | 03.11.2019, 15:34 Uhr

Die Gäste feierten einen 27:21-Sieg, weil sie in Berlin defensiv überragend standen. Das war die Erfolgsgrundlage.

Der HC Empor Rostock hat die Lilli-Henoch-Sporthalle gestürmt und bleibt erster Verfolger des Dessau-Roßlauer HV, Tabellenführer der 3. Handball-Liga Nord-Ost. Die knifflige Aufgabe bei den mit voller Kapelle – eine Mischung aus 1. Bundesliga, 3. Liga und Jugend-Bundesliga – antretenden Füchsen Berlin II wurde sicher mit 27:21 (13:11) gelöst. „Unsere Fans unter den 220 Zuschauern machten die Partie zum Heimspiel“, freute sich Gäste-Trainer Till Wiechers über die Unterstützung.

Bis auf die ersten zehn Minuten (5:5) bestimmten die Hansestädter das Geschehen. Hier machte den Gästen vor allem U19-Nationalspieler Nils Lichtlein (Wiechers: „Eines der größten deutschen Talente“) zu schaffen.

Das sollte sich aber in der Folgezeit ändern. Selbst der Ex-Rostocker Kenji Hövels, Co-Trainer der Jung-Füchse, erkannte an: „Empor war in der Defensive überragend, schuf hier die Erfolgsgrundlage.“ Wiechers hatte seinen Mannen einen aggressiven 6:0-Riegel verordnet. „Vor allem der Mittelblock mit Jaris Tobeler, Stefan Wilhelm und Tim Völzke verdiente sich ein Extralob.“

Mit dem Sprung vom 6:6 (12.) zum 12:8 (20.) übernahmen die Männer um Kapitän Robert Wetzel, der zu diesem Zeitpunkt Leon Mehler im Tor ablöste, das Zepter. So richtig abschütteln ließen sich die Hausherren aber nicht. Eine Durststrecke des HCE von acht Minuten brachte die Berliner auf 11:13 heran. „Da wurden vorn einige falsche Entscheidungen getroffen“, so der 36-jährige Wiechers.

In den zweiten 30 Minuten ein analoges Bild: Empor enteilte mehrfach auf vier Tore, beim 20:15 (44.) sogar fünf Treffer Vorsprung.

Endgültig geschlagen gaben sich die Hauptstädter aber erst in den letzten zehn Minuten. Aus dem 21:18 (50.) machten die Männer von der Warnow das 25:19 (56.). Als dann noch zwei Jung-Füchse auf die Strafbank mussten, war der Drops gelutscht.

Füchse Berlin II: Eres, König – Genty 2, Freihöfer, Langhoff 2, Schluroff 3, Keskic, Coßmann 1, Sanchez, Skroblien 5, Heines 1, Fritz, Lichtlein 9/2, Roos, Walter

Rostock: L. Mehler, Wetzel – L. Witte, Ottsen 2, Wilhelm 2, Schütze 3, D. Mehler, Völzke 2, N. Witte 11/3, Asmussen 1, Haasmann 1, Zboril, Tobeler 2, Mehrkens 2/1, Kohnagel 2, Diringer 3

Siebenmeter: Füchse Berlin II 3/2, Rostock 5/4

Zeitstrafen: Füchse Berlin II 12, Rostock 6 Minuten

Schiedsrichter: Magalowski/Schwieger (beide Magdeburg)

Zuschauer: 220