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Handball Zusätzlicher Feldspieler und starke Defensive

Von Bernd-Dieter Herold | 06.12.2019, 23:00 Uhr

Das waren die entscheidenden Punkte, die dem HC Empor zum sicheren 28:20-Erfolg über den 1. VfL Potsdam verhalfen.

Alles paletti: Der HC Empor Rostock hat am Freitagabend da weitergemacht, wo er vorigen Sonntag gegen den Dessau-Roßlauer HV aufgehört hatte. Der nach der Hinrunde Tabellenzweite der 3. Handball-Liga Nord-Ost ließ sich auch vom 1. VfL Potsdam nicht die Butter vom Brot nehmen. Nach einem 15:8 zur Pause verließen die Schützlinge von Cheftrainer Till Wiechers als 28:20-Sieger das Parkett der Ospa-Arena.

Zusätzlicher Feldspieler für den Torwart hieß Wiechers’ Matchplan im Angriff gegen die 3:2:1-Defensive der Gäste. Er erwies sich als Volltreffer, da sich die Einheimischen viel bewegten, kreuzten und oft den freien Mann fanden. Punkt Nummer zwei der klaren Dominanz vor der Pause: Empors starke Defensive mit einem blendend aufgelegten Leon Mehler. Sie war Ausgangspunkt für viele schnelle Angriffe über die erste und zweite Welle, den Sprung vom 4:3 (12.) auf 12:4 nach 26 Minuten.

Die Differenz hätte noch höher sein können, ja, sogar müssen. Da vergaben Nick Witte (2) und Felix Mehrkens Strafwürfe, wurden durch Ole Diringer und Stefan Wilhelm Hundertprozentige ausgelassen.

Nach dem Acht-Tore-Vorsprung „schluderte“ Empor ein wenig, ließ die Adler auf 7:12 (27.) verkürzen. Wiechers, der kurz zuvor Neuzugang Dmitri Mitrea – der mit dem Wurf zum 28:20 auch traf – erstmals einsetzte, reagierte mit einer Auszeit: Die Konzentration war wieder hergestellt.

Das traf auch auf die ersten zehn Minuten nach der Pause zu. Der HCE demonstrierte eindrucksvoll seine Stärke, zog beim 21:11 (39.) auf einen „ Zehner“ davon, lag beim 23:13 (44.) mit gleicher Differenz vorn. Auch hier hätten es entschieden mehr Treffer sein müssen, doch die Männer von der Warnow „schielten“ ein aufs andere Mal bei den Würfen (Mehrkens, Janis Tobeler, Dennis Mehler). Zum Glück ohne Auswirkungen.

Rostock: L. Mehler, Wetzel – L. Witte, Ottsen, Wilhelm 2, Schütze, Völzke 4, D. Mehler, N. Witte 5/1, Asmussen 9, Haasmann 1, Tobeler 1, Mehrkens, Mitrea 1, Kohnagel, Diringer 5

Potsdam: Jochens, Pellegrini – Simic, Schwarz 2, Huntz 1, Münchberger 3, Boede, Spengler 4, Flödl 2, Ende 4, Jochimsen, Steinbuch, Schwark 1

Siebenmeter: Rostock 5/1, Potsdam 3/2. Zeitstrafen: Rostock 6, Potsdam 10 Minuten

Schiedsrichter: Ebel/Krähe (beide Celle)

Zuschauer: 645