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Rostock Hierhin fließen die EU-Millionen

Von tohi | 17.06.2015, 12:00 Uhr

Rostock plant in der Förderperiode bis 2020 Anträge für 29 Projekte von der Kunsthallensanierung bis zur Schulerneuerung.

Die Hansestadt will an die millionenschweren EU-Fördertöpfe. Sie hat jetzt ein Strategiepapier mit 29 Projekten vorgelegt, die mithilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) umgesetzt werden sollen. Aus dem Programm werden jeweils 75 Prozent der Kosten zugeschossen, den Rest muss die Stadt selbst aufbringen. Insgesamt fließen bis 2020 rund 161,5 Efre-Millionen in Mecklenburg-Vorpommerns Ober- und Mittelzentren.

Verkehr

Bis 2017 will die Verwaltung den Warnowuferweg zwischen Holzhalbinsel sowie Petriviertel und Gehlsdorf komplettieren. Auf der alten Deponie gleich nebenan soll der Warnowpark Cityblick mit Freizeit- und Erholungsflächen entstehen. Allein für den ersten Bauabschnitt zwischen 2017 und 2018 im östlichen Teil sind neun Millionen Euro veranschlagt.

Für die Erschließung des Werftdreiecks und die Anpassung der Lübecker und Max-Eyth-Straße sowie der Straßenbahn sollen bis 2020 6,3 Millionen Euro fließen. Als mangelhaft stuft die Verwaltung auch die Verkehrssituation am Markt Reutershagen ein. Er soll bis 2016 für 2,5 Millionen Euro umgebaut werden. Darüber hinaus ist die Sanierung des Bereichs Leibnizplatz/St.-Georg-Straße, der Stephanstraße und der Reiferbahn vorgesehen. Zudem soll eine rollstuhlgerechte Rampe in der Badstüberstraße eine barrierefreie Verbindung zwischen der Langen Straße und der Nördlichen Altstadt schaffen.

Gebäude

Die Kunsthalle bekommt für 7,5 Millionen Euro ein neues Depot und moderne Ausstellungsräume. Die Arbeiten sollen zwischen 2016 und 2018 umgesetzt werden. Anschließend erfüllt das Haus die Anforderungen für Präsentation und Aufbewahrung von Kunst- und Kulturgütern nach internationalen Maßstäben.

Der als Depot für das Kulturhistorische Museum genutzte Wasserturm steht ebenfalls auf der Sanierungsliste. Für mehr als drei Millionen Euro müssen das von Feuchtigkeit durchdrungene Mauerwerk und das Dach des Rostocker Wahrzeichens instandgesetzt werden.

Deutlich teurer ist der Neubau eines Familienkompetenzzentrums bis zum nächsten Jahr. Mehr als zehn Millionen Euro kosten die drei Gebäude am Standort Kinderheim Schleswiger Straße. Erst 2017 und 2018 hingegen soll das Jugendwohnhaus Schmarler Hütte in der Willem-Barents-Straße saniert werden. Noch ein Jahr später ist die Sanierung des Behindertenwohnheims im Signalgastweg angesetzt.

Schulen, Kitas, Horte

Im Bereich der Innenstadt und in Warnemünde steigen der Verwaltung zufolge die Schüler- und Hortkinderzahlen. Deswegen will sie ab Dezember bis 2017 gleich mehrere Standorte ausbauen. Das betrifft die Kooperative Gesamtschule Südstadt, das Förderzentrum Alter Markt, die Grundschule Heinrich Heine und das ehemalige Kinderheim in der Putbuser Straße, das zum Hort umgebaut werden soll. Gesamtkosten: 17,8 Millionen Euro.

Auf der Liste stehen zudem der Umbau der alten Berufsschule Elektrotechnik in der Maxim-Gorki-Straße zum neuen Standort der Förderschule Danziger Straße, die abschließenden Arbeiten in der St.-Georg-Schule sowie die Außenanlagen und Spielgeräte des Förderzentrums Am Schwanenteich. Auch die Kitas Montessori, Zwergenhaus, Schneckenhaus, Sonnenkinderhaus und Hafenbahnweg sollen von den Fördermillionen profitieren.

Sport

Eigentlich war der Sportplatz Fritz-Triddelfitz-Weg heißester Standort-Kandidat für eine Bauwagensiedlung. Jetzt soll er doch für den Sportunterricht an der Berufsschule nebenan ertüchtigt werden. Auch die nahe gelegene Fiete-Reder-Sporthalle steht auf der Projektliste. Zudem ist bis 2017 die Sanierung der Eishalle vorgesehen. Und in weitere Sporthalleninstandsetzungen sollen bis 2020 fast zwölf Millionen Euro investiert werden.