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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock Hilfe für Prokrastinierer

Von CLLA | 23.01.2018, 11:45 Uhr

Asta der Rostocker Uni lädt am 9. Februar zur Langen Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten ein #wirkoennenrichtig

Es ist ein Klischee, das sich aber immer wieder bestätigt: Selten sind die Wohnungen von Studenten so sauber wie in der Klausuren- und Hausarbeitsphase. Putzen statt lernen, diesem Phänomen wurde sogar ein Fachbegriff gewidmet: Prokrastination, das Aufschieben von anstehenden Aufgaben bis zum letztmöglichen Moment. Um dem entgegen zu wirken und den Studenten in dieser Zeit einen extra Motivationsschub zu geben, hat sich der Allgemeine Studentenausschuss (Asta) der Universität Rostock etwas ausgedacht – die Lange Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten am 9. Februar.

„Die Unibibliothek hatte das vor Jahren einmal selbst angeboten. Im vergangenen Jahr sind wir dann als Asta mit eingestiegen und haben es größer aufgezogen“, sagt Maya Tischler. Die Asta-Referentin für Studium und Lehre war es, die den Stein ins Rollen brachte und bei der Organisation der Nacht den Hut aufhat. „In diesem Jahr, bei der dritten Auflage, öffnet auch der Bebel-Tower länger bis 22 statt 19 Uhr, sodass auch die geisteswissenschaftliche Bibliothek zur Verfügung steht. In der Südstadt ist sogar bis 5 Uhr in der Nacht geöffnet“, nennt die 21-Jährige die Eckdaten.

Als Rahmenprogramm gibt es eine Podiumsdiskussion zum Stand der Digitalisierung in der Lehre, einen Motivationsworkshop, dazu Crashkurse in den wissenschaftlichen Textverarbeitungsprogrammen Citavi und LaTeX. Auch für Verpflegung der Studenten ist gesorgt. Eine Physiotherapeutin hilft mit stündlicher Rückenschule, Verspannungen vom langen Lernen und Schreiben vorzubeugen.

„Gleich zu Beginn wird um 15.30 Uhr auch ein Bücherflohmarkt angeboten. Und das Rektorat finanziert ganz im Sinne der familienfreundlichen Hochschule eine Kinderbetreuung bis 21.30 Uhr im Kess-Raum der Bibo“, sagt Maya Tischler, die Geschichte und Französisch studiert. Als Organisatorin kann sie selbst die Lange Nacht nicht nutzen, obwohl sie sich auch zu den Lieber-nachts-Schreibern von Hausarbeiten zählt.

Das Datum der diesjährigen Langen Nacht sei besser gewählt als im vergangenen Jahr. „Da war es erst Anfang März, diesmal passt es zur Prüfungszeit“, sagt Maya Tischler. Im Asta gibt es Überlegungen, zweimal pro Jahr ein solches Angebot zu machen – eine weitere Lange Nacht könnte dann zum Beispiel Ende Juli im Prüfungszeitraum des Sommersemesters angeboten werden.

Erfolgsmeldungen, wie viele Hausarbeiten bei der Langen Nacht fertiggestellt wurden, hat der Asta nicht. „Aber wir haben so viel positives Feedback bekommen, dass wir daran auch weiter festhalten“, so die gebürtige Berlinerin.