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Surf Ski Gordan Harbrecht bester Europäer in Hongkong

Von Peter Richter | 18.11.2018, 15:50 Uhr

Der Rostocker Hochsee-Paddler Gordan Harbrecht hat seine Saison in der Disziplin Surf Ski beendet.

Zunächst einmal hat Hochsee-Kanute Gordan Harbrecht einen Top-Abschluss seiner Weltcup-Saison 2018 hinbekommen. Bei der vierten Station nach Viana do Castelo (Portugal/5.), Tahiti (ließ er aus) und Castricum (Niederlande/2.) ist er im französischen Brest abermals Zweiter geworden.

In der Bretagne, hier, wo 2019 auch die Weltmeisterschaft in seiner Disziplin Surf Ski stattfindet, lag er am Ende ganze 30 Sekunden hinter dem Südafrikaner Sean Rice: „Es war ein mit knapp 19 Kilometern in einer geschützten Bucht relativ kurzes Rennen, in dem ich zwischendurch auch an ihm vorbeigefahren bin. Am Ende ging es um zwei, drei Wellen, die er besser gekriegt hat als ich.“

Letztes Event für dieses Jahr war The Dragon Run im Südchinesischen Meer vor Hongkong. Gordan Harbrecht wurde unter den 130 Teilnehmern Sechster und war damit nicht ganz zufrieden, da er wie in seinen vier Wettkämpfen zuvor erneut aufs Podium wollte. „Der Wind hat richtig fett geblasen, erreichte in Böen

40 km/h. Wir hatten mit Wellen so hoch wie Einfamilienhäuser zu kämpfen, und dann fuhr da auch noch ein großes Containerschiff einmal quer durchs Feld. Zudem mussten wir bei der Inselkette Ninepins durch eine Schlucht hindurch, und mir fehlt noch die Erfahrung mit Wellen, die von der Felsküste zurückklatschen und wo du dich dann fühlst wie in einer laufenden Waschmaschine“, so der Vize-Europameister vom Rostocker Kanu-Club. „Deshalb war es schwer, den richtigen Kurs zu finden, und ich traf leider nicht ganz die perfekte Linie.“

Doch habe er sich schon viel wohler gefühlt als im vergangenen Jahr. Damals war er auf dem gleichen „Revier“ WM-Dreizehnter geworden. Nicht zuletzt schnitt der

32-Jährige diesmal als bester Europäer ab, „und für die schweren Bedingungen war das schon okay“.

Nicht wenige seiner Kontrahenten seien zum Teil sogar vielfach (!) „über Bord“ gegangen. „Die Siegerehrung fiel aus, weil ein Paddler vermisst wurde“, schildert Gordan Harbrecht das große Bangen nach dem Rennen. „Er hatte sich zwischendurch telefonisch gemeldet, aber dann riss der Kontakt ab. Keiner wusste, wo er sich befand, und bei dem Mega-Sturm waren wir schon vom Schlimmsten ausgegangen. Aber er hatte sich zum Glück auf eine Felsinsel retten können. Ungefähr sechseinhalb Stunden, nachdem ich im Ziel war, haben sie ihn rausgeholt. Bis auf eine gebrochene Rippe und Unterkühlungen ging es ihm gut.“