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Hansa-Innenverteidiger trifft per Kopf zum 2:0 gegen 1860 München Holst macht erstes Zweitliga-Tor

Von Peter Richter | 16.10.2011, 07:07 Uhr

Welch eine Erleichterung beim FC Hansa nach dem 2:0 gegen 1860 München. „Entscheidend war", so Trainer Peter Vollmann, „dass wir in der zweiten Halbzeit aggressiver aufgetreten sind."

Welch eine Erleichterung beim FC Hansa nach dem 2:0 gegen 1860 München.

"Entscheidend war", so Trainer Peter Vollmann, "dass wir in der zweiten Halbzeit aggressiver aufgetreten sind. Da haben wir sie richtig in die Knie gedrückt und die Kampfkraft, die wir auf den Teppich bringen können, zu 100 Prozent ausgenutzt."

Auch weil die Rostocker die Saison 2010/11 in der 3. Liga verbringen mussten, vergingen über anderthalb Jahre, ehe ihnen nach dem 2:0 gegen Alemannia Aachen am 4. April 2010 in einem Spiel der 2. Fußball-Bundesliga wieder mal zwei Tore glückten.

Dazwischen lagen einschließlich Abstiegs-Relegation sage und schreibe 17 Partien, in denen entweder nur ein (9) oder gar kein Treffer (8) gelang - das wäre eine komplette Halbserie!!!

Doch nun ist offenbar auch das nötige Quäntchen Glück zurückgekehrt. Zwei blitzsaubere Kopfballtore jeweils nach zwingenden Standards von Mohammed Lartey führten zum ersten Saisonsieg, der nachdrücklich auch die Konkurrenzfähigkeit des FCH unterstrich.

Dominic Peitz, der das 1:0 machte, erzielt regelmäßig seine Treffer (2008/09 Osnabrück 31 Spiele/3 Tore, 2009/10 Union Berlin 18/2, 2010/11 Union 29/3).

Für Matthias Holst hingegen, der für den Endstand sorgte, war es im 29. Zweitliga-Einsatz die Premiere (Paderborn 25/0, Rostock 4/1). Natürlich könne er sich daran erinnern, wann er vorher letztmals getroffen hatte: "Das muss man wissen, ich schieße ja nicht soviele Tore." Es war in der 3. Liga das 3:1 beim 3:2 des SC Paderborn 07 bei Werder Bremen II am 28. November 2008…

"Mir war klar, dass ich in die gefährliche Zone im Sechzehner laufen muss, in diese Lücke, wo vorher ,Peitzer’ stand, der ja zu dem Zeitpunkt nicht mehr dabei war. Der Freistoß von ,Mo’ kam perfekt, ich machte mir keine Platte, lief durch und hielt den Schädel hin", ließ Holst den Augenblick noch mal Revue passieren. Allerdings schwelgte er nur kurz in der Erinnerung, blickte gleich wieder voraus: "Wir sind oft ganz dicht davor gewesen. Jetzt hat es geklappt. Aber letztlich haben wir noch nichts erreicht. Wir müssen sehen, dass wir weiter Erfolg haben. Für den Moment sind wir glücklich. Doch jetzt geht’s nach Düsseldorf. Das wird ein ganz anderes Spiel. Dass die einen Lauf haben, weiß jeder." Sprach’s und verabschiedete sich in anderthalb freie Tage, die u. a. einen Angelausflug an einen Forellenteich gemeinsam mit Bruder Stefan und "Holzers" ältester Tochter Clara Lina beinhalteten.

Holsts Partner in der Innenverteidigung, Michael Wiemann, sprach von einem "Riesenbefreiungsschlag. In den ersten 30 Minuten waren wir nervös, da lief nicht viel. Wir sind dann aber über den Kampf ins Spiel gekommen. Nach der Führung hatte ich die Erinnerung an den KSC im Kopf (gegen Karlsruhe büßte Hansa ein 1:0 spät noch ein - d. Red.), hoffte aber, dass wir diesmal das zweite Tor machen, was ja dann auch so kam. Fußballerisch war es nicht unsere beste Leistung, aber wir sind alle gallig gewesen und haben den Gegner zermürbt", freute sich der Blondschopf nicht zuletzt über das fünfte "Hinten zu null" der laufenden Serie.

Freitag, 18 Uhr, geht es bei Fortuna Düsseldorf weiter, einem vor allem sehr heimstarken Kontrahenten, der in dieser Saison noch nicht verloren hat. Nichtsdestotrotz könnte den Rostockern in ihrem 266. Spiel in der 2. Bundesliga der 100. Sieg gelingen. Marek Mintál sollte zumindest auf der Bank dabeisein. Auf die Unterstützung seiner Fans muss der FC Hansa als Strafe für die Vorkommnisse während des 1:4 bei Eintracht Frankfurt allerdings erneut verzichten.

>> HANSA INTERN

2:0 ist das häufigste Siegresultat des FC Hansa in der 2. Bundesliga (26-mal) vor 1:0 (24) und 2:1 (16).

Am Montag ist zweimal Training. Die Einheiten beginnen um 10 und 14.30 Uhr.