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Kinderbetreuung Hort: Bauarbeiten starten endlich

Von kindlera | 29.07.2018, 05:00 Uhr

Nach Verzögerungen entsteht auf Rethwischer Schulareal das neue Gebäude für 66 Kinder. Vorhaben wird teuerer für die Gemeinde.

Nächste Woche geht es definitiv los mit den Bauarbeiten für das neue Hortgebäude in Rethwisch, verspricht Bürgermeister Horst Hagemeister (parteilos). Erste Vorarbeiten dafür sind bereits erledigt worden, sodass jetzt mit den Erd- und Hochbauarbeiten begonnen werden kann. „Die Container sind schon lange weg und auch die Vermessung ist bereits passiert“, so Hagemeister zum aktuellen Stand. Lange genug hat die Gemeinde auf den Baustart warten müssen. Erste Ideen für eine Erweiterung gibt es bereits seit Ende 2016 und – so der Wunsch damals – im Herbst vergangenen Jahres hätten die Bagger rollen sollen. Die fehlende Zustimmung des Kreistages zum Kitabedarfsplan und die ausstehende Baugenehmigung verzögerten jedoch den Startschuss.

Und die Gemeinde muss sich jetzt einem weiteren Problem stellen: Der Neubau wird teurer als ursprünglich kalkuliert. „Firmen zu finden ist schwer“, so der Bürgermeister. Und aufgrund der gestiegenen Nachfrage, steigen auch die Preise. „Das ist ja ganz normal, Angebot und Nachfrage halt.“ Wie viel mehr die Gemeinde für den eingeschossigen Bau auf dem Schulareal investieren muss, darüber kann Hagemeister jetzt noch keine Angaben machen. „Aber wir müssen es ja machen. Der Hort platzt aus allen Nähten.“ Ursprünglich waren rund 639 000 Euro für den Bau veranschlagt. Dafür gab es vom Land einen Zuwendungsbescheid über Fördermittel in Höhe von 500 000 Euro, von denen die Gemeinde einen Teil kofinanzieren muss.

Der Hortneubau soll drei zusätzlichen Gruppen mit insgesamt 66 Kindern Platz bieten. „Wir sind erleichtert, dass es jetzt los geht. Auf jeder Gemeindevertretersitzung wurde schon immer nachgefragt“, so der Bürgermeister. „Jeder Hortplatz bedeutet ja auch einen Arbeitsplatz. Wir müssen die Grundlagen schaffen, dass Eltern arbeiten können“, ergänzt er.

Die Fertigstellung des 28 mal 15,30 Meter großen Hortneubaus – so die Hoffnung – soll im Frühjahr 2019 erfolgen. Auf rund 450 Quadratmetern entstehen drei Gruppenräume sowie Garderoben und Sanitärräume. Äußerlich wird das Gebäude an die Conventer Schule angepasst, in der aktuell 457 Jungen und Mädchen aus den Gemeinden Börgerende-Rethwisch, Steinbeck, Admannshagen-Bargeshagen, Rabenhorst, Elmenhorst/Lichtenhagen sowie dem Ostseebad Nienhagen unterrichtet werden. Derzeit werden noch zwei Klassenräume als Ausweichquartier für die Hortkinder genutzt. Wenn der Bau fertig ist, sollen hier die Erstklässler betreut werden.