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Basketball Play-offs Die Rostock Seawolves schaffen den Ausgleich

Von André Gericke | 10.04.2019, 00:31 Uhr

Dienstag vor 2800 Fans 94:79 gegen die Hamburg Towers – damit steht es im Play-off-Viertelfinale nach zwei Spielen 1:1.

Am Ende hielt es keinen mehr auf den Sitzen in der Stadthalle. Vor 2800 Zuschauern besiegten die Rostock Seawolves die Hamburg Towers mit 94:79 (27:17, 14:19, 24:23, 29:20) und glichen die Viertelfinal-Serie der Play-offs der 2. Basketball-Bundesliga ProA zum 1:1 aus. Während des gesamten Spiels lagen die Gastgeber nicht einmal in Rückstand.

Anders als in vielen vorangegangenen Heimspielen der Hauptrunde erwischten die Seawolves im ersten Heimspiel der Play-offs 2019 einen guten Start – 6:0 (2.). Die Gäste mussten früh den Verlust von Malik Müller hinnehmen, der nach zwei unsportlichen Fouls von den Unparteiischen vorzeitig zum Duschen geschickt wurde (6.). Zu diesem Zeitpunkt führten die Wölfe mit 14:8.

Anschließend legten die Hausherren noch eine Schippe drauf und lagen beim 23:12 nach einem Korbleger von Terrell Harris erstmals mit zehn Punkten vorn (8.). Die Dreier fielen – Hicks, Harris und Bogdanov trafen aus der Distanz –, und beim 27:12 lagen die Rostocker sogar mit 15 Zählern vorne.

Doch im zweiten Abschnitt stockte der Offensivmotor, und die Hamburger kämpften sich nach einem 9:0-Lauf bis auf 33:36 heran. Doch Tom Alte und Yannick Anzuluni übernahmen jetzt die Initiative. Beim 41:36 wurden die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Hälfte liefen zunächst die Gäste heiß und glichen aus (53:53, 55:55). Die Partie drohte zu kippen. Erneut waren es Alte (Dunking) und Anzuluni (Dreier), die jetzt die Seawolves schulterten. 65:59 führten die Gastgeber vor dem Schlussabschnitt.

In den letzten zehn Minuten nahm die Intensität noch einmal deutlich zu. „Das war ein richtiges Play-off-Spiel. Die Fans haben uns super unterstützt und ihre Energie auf den Platz gebracht“, sagte Seawolves-Coach Milan Skobalj.

Hamburg versuchte die Rostocker aus dem Spiel zu bringen und Freiwürfe zu ziehen. Anfangs ging das Konzept auch auf. Vier Freiwürfe in Folge führten zum 71:70 für die Hausherren. Das Duell schien erneut zu kippen.

Doch angeführt von einem jetzt überragend aufspielenden Yannick Anzuluni hielten die Ostseestädter dagegen. Zwei Dreier von ihm sowie ein Korbleger von Harris brachte die Wölfe 79:72 in Front. Zudem kassierte der Coach der Hamburger sein zweites technische Foul und wurde der Halle verwiesen.

In der Schlussphase hatte die Rostocker dann immer die passende Antwort parat und mit einem Dreier setzte Anzuluni den Schlusspunkt zum 94:79-Erfolg.

„Wir waren diesmal über drei Viertel die bessere Mannschaft, hatten nur im zweiten Abschnitt etwas Probleme“, so Milan Skobalj.

Am Freitag um 19.30 Uhr steht Spiel drei in Hamburg an, die vierte Partie findet dann Montag ebenfalls um 19.30 Uhr in Rostock statt.

Seawolves: Hicks 10, Harris 17, Anzuluni 24, Cardenas 2, Clay 12, Talbert, Bogdanov 8, Frazier 6, Alte 15, Bryant, F. Skobalj