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Fußball-Landesliga Die Würste und Steaks bleiben eingepackt

Von Peter Richter | 22.04.2019, 14:10 Uhr

Beim TSV Graal-Müritz fiel nach dem 0:3 gegen den Doberaner FC das Grillen aus. Der SV Hafen gewann trotz Unterzahl.

Staffel West

TSV Graal-Müritz – Doberaner FC 0:3 (0:2)

Die Gäste bleiben in allen ihren Spielen 2019 unbezwungen (sieben Siege, ein Unentschieden).

Für André Grenz waren es die Saisontore 29 und 30.

Reinhard Kempert (Abteilungsleiter TSV): Das war enttäuschend. Wir haben überhaupt kein Rezept gefunden. Es war die vierte Niederlage hintereinander und unsere schlechteste Saisonleistung. Eigentlich wollten wir nach dem Spiel noch grillen, aber ich habe nicht mal in Erwägung gezogen, meine Würste und Steaks rauszuholen. Unser Rasen war auch nicht das Ideale.

Ronny Susa (DFC): Ein hochverdienter Sieg, der sogar deutlicher hätte ausfallen können. Auf einem knochenharten, trockenen Platz waren wir von der 1. Minute an bissiger in den Zweikämpfen, ließen den Graal-Müritzern kaum Luft und setzten sie unter Druck. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir weiter aggressiv gespielt.

Graal-Müritz: Schindler – Gutmann, Thedran, Schollmaier, Michallik, Simon (77. Rein), Harms, Kerschke (77. Hunger), Seipel, Florian Möller (65. Stegmann), Hermann

Doberaner FC: Scheibner – Eulner, Heilemann, Reinisch (82. Wähnke), Capito, Grenz, Garske, Wiencke (80. Küter), Nino Dowe, Düsing (81. Bornholdt), Engert

Tore: 0:1 Grenz (17.), 0:2 Engert (45.), 0:3 Grenz (65.))

SV Warnemünde – SG Dynamo Schwerin 2:1 (2:1)

Für den SVW war es die 15. Partie in Folge ohne Niederlage und 2019 der achte Sieg im achten Spiel bei 30:3 Toren. Am Sonntag folgt das Gipfeltreffen bei Tabellenführer FC Schönberg.

Eckerhard Pasch (SV Warnemünde): Ein gutes Landesliga-Spiel auf Augenhöhe gegen einen sehr guten Gegner. Wir hätten in einer überragenden ersten Halbzeit von uns 3:0 führen können, statt dessen kriegen wir nach einem Freistoß durch einen Kopfball von Grube den Ausgleich. Da haben wir geschlafen, sind aber zum Glück fast im Gegenzug wieder in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte sind uns zwei Tore wegen Fouls bzw. Abseits nicht anerkannt worden. Zum Ende hin wurde es bei hohen Bällen noch ein bisschen brenzlig, aber wir haben das 2:1 mit Mann und Maus verteidigt. Unser Doppel-Torschütze Philipp Scheller hat das Spiel seines Lebens gemacht, jedenfalls, seit er in Warnemünde ist.

SV Warnemünde: Ronny Peters – Paul Schröder, Benduhn, Becksmann, Schäfer (85. Kuchel), Koop, Apitz (51. Martin Ahrens), Trutwig (72. Stein), Scheller, Mahlke, Hojenski

Tore: 1:0 Scheller (23.), 1:1 Grube (31.), 2:1 Scheller (35.)

FC Seenland Warin – FC Mecklenburg Schwerin II 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Khlan (2.), 1:1 Deters (65.)

Hagenower SV – Lübzer SV 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Paschke (26.), 0:2 Holtkamp (67.), 1:2 Enrico Grewe (75.)

SG 03 Ludwigslust/Grabow – SV Plate 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Franke (10.), 1:1 Autrum (88.)

SV Blau-Weiß Polz – FC Schönberg 0:3 (0:3)

Tore: 0:1 Aldermann (3.), 0:2 Komoss (6.), 0:3 Burmeister (14.)

PSV Wismar – FC Anker Wismar II 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Plawan (6.), 0:2 Ottenbreit (55.), 0:3 Ehlert (72.)

Rote Karten: 45. PSV, 58. PSV

Gelb-Rot: 58. PSV

SC Parchim – SpVgg Cambs-Leezen Traktor 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Leo Krüger (37.), 2:0 Schätz (40.)

Rote Karte: 90.+3 Parchim

Staffel Ost

SV Siedenbollentin – Laager SV 03 4:0 (0:0)

Andreas Knoch (Laage): Das war schon komisch. Wir zeigten eine saustarke erste Halbzeit, müssen 2:0, wenn nicht 3:0 führen, verloren in der zweiten aber den Faden. Individuell mussten wir Federn lassen, legten Siedenbollentin alle vier Dinger selber auf. Einige bei uns hatten einen gebrauchten Tag.

Laage: Großmann – Norman Müller (75. Meinke), Schwarz, Pieper (46. Wöstenberg), Schwedt, Hinz, Schmechel, Renzsch, Fabian Knoch, Christian Klein, Heinrich

Tore: 1:0 Hinrichs (69.), 2:0 Hinrichs (70.), 3:0 Hinrichs (77.), 4:0 Bollow (79.)

FSV Blau-Weiß Greifswald – SV Hafen Rostock 1:2 (0:1)

Man möchte es nicht für möglich halten bei bereits 36 (!) eingesetzten Spielern in dieser Saison: Die Gäste bekamen gerade mal elf Mann zusammen, von denen sich einer – der als Rechtsverteidiger eingeplante Julius Zimmermann – auch noch kurz vor dem Anpfiff verletzte.

Der SV Hafen, also die gesamten 90 Minuten in Unterzahl, wäre beinahe durch ein Eigentor in Rückstand geraten (Bjarne Richter bei einer angedachten Rettungsaktion volley an den Pfosten des eigenen Tores/17.). Nach dem 1:0 wechselten die Gäste vom 3-2-3-1-System zum 4-4-1 mit zwei Aushilfs-Innenverteidigern (Theo Schumacher, Richter). Ein überragender Kampfauftritt führte zur fünften Partie in Folge ohne Niederlage (4 S, 1 U).

Charlie Frenzel stand morgens mit Fieber auf, musste sich in der Pause übergeben, hielt jedoch durch und erzielte sogar noch das 1:0.

Mark Bresemann (Hafen): Es ist natürlich hart, wenn wir nur zu elft sind und dann ein Spieler von der Erwärmung kommt und sagt, er kann nicht. Das war eine wahnsinnige Leistung der Mannschaft, auf die ich sehr stolz bin. Wir haben es taktisch gut gemacht. Ganz nach Plan ging auch gleich die erste Chance rein, worauf wir umstellten. Alle haben 90 Minuten lang alles gegeben. Wir hätten sogar das 3:1 machen können (u. a. war Leon Höhndorf schon fast am Torwart vorbei/79. – d. Red.). Am Ende hat die Leidenschaft das Ganze entschieden.

SV Hafen: Geyer – Ohm, Theo Schumacher, Glomba – Frett, Bjarne Richter – Frenzel, Böhme, Assmann – Höhndorf

Tore: 0:1 Frenzel (19.), 0:2 Assmann (48.), 1:2 Gross (59.)

PSV Rostock – VfL Bergen 1:4 (0:2): Diese Partie fand bereits am 24. März statt.

SV Jahn Neuenkirchen – Greifswalder FC II 3:1 (3:0)

Tore: 1:0 Kosch (15.), 2:0 Suckstorff (18.), 3:0 Kosch (42.), 3:1 Grunow (56.)

SG Karlsburg/Züssow – Penzliner SV 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Normen Richter (84.)

FC Einheit Strasburg – SV Nordbräu Neubrandenburg 78 3:1 (2:1)

Tore: 0:1 Hannes Grewe (7.), 1:1 Kornak (11.), 2:1 Gerhardt (44.), 3:1 Kornak (84.)

SV Blau-Weiß 50 Baabe – VFC Anklam 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Ketzenberg (36./Eigentor), 1:1 Wolski (44.)

FSV Mirow/Rechlin – Penkuner SV Rot-Weiß 2:3 (1:2)

Tore: 0:1 Stichel (9.), 1:1 Toni Schulz (39.), 1:2 Jachtner (40./Eigentor), 2:2 Cords (50./Elfmeter), 2:3 Czyzewski (74.)