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Ein Artikel der Redaktion NNN

Plau am See Japke-Anwalt Diestel sucht andere Wege

Von eska | 05.11.2012, 05:14 Uhr

Nach dem gescheiterten Haftprüfungstermin von Radiomoderator Marcus Japke sagte Star-Anwalt Peter-Michael Diestel gestern gegenüber unserer Redaktion, dass er nun "andere Wege gehen und die Details beobachten" wolle.

Japkes Anwälte Peter-Michael Diestel und Norbert Wendorff hatten am Mittwoch den Antrag auf Haftprüfung zurückgezogen. Möglicherweise wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut ein Antrag auf Haftprüfung gestellt.

Das stellte auch Diestel, den wir gestern in seinem Haus am Plauer See erreichten, in Aussicht. Ein neuer Haftprüfungstermin werde kommen. Bis dahin wolle er als Anwalt "fleißig arbeiten". Diestel bestätigte, dass der Hamburger Promi-Anwalt Johann Schwenn die Verteidigung des Rostocker Radiomoderators abgegeben habe. "Er hat das Mandat niedergelegt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen." Schwenn hatte u.a. den TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann verteidigt.

Marcus Japke wird von der Rostocker Staatsanwaltschaft vorgeworfen, in den Jahren 2005 und 2006 ein zwölf- beziehungsweise dreizehnjähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Von mehr als 50 Einzeltaten ist die Rede. Japke selbst machte gegenüber Staatsanwaltschaft und Polizei von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Im privaten Umfeld hätte der Radiomann allerdings immer wieder seine Unschuld beteuert, erzählten Insider.

Bereits zu dem Termin am Mittwochnachmittag beim Ermittlungsrichter am Rostocker Amtsgericht wurde der 39-jährige Japke, der seit zweieinhalb Wochen in Untersuchungshaft sitzt, nur von den Anwälten Norbert Wendorff und Peter-Michael Diestel begleitet. Nicht dabei war der Hamburger Promi-Anwalt Johann Schwenn. Einvernehmlich sei zwischen den Anwälten und ihrem Mandanten entschieden worden, den Antrag zurückzuziehen, sagte Wendorff hinterher. Offensichtlich erhoffen sich die Anwälte von den weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft entlastende Aussagen, mit denen sie bei einer späteren Haftprüfung für die Entlassung ihres Mandanten aus der U-Haft argumentieren können.