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Ein Artikel der Redaktion NNN

rostocks eleven Jens Söder gewinnt Wissenschafts-Preis

Von JORO | 13.06.2015, 08:00 Uhr

Nachwuchs-Forscher untersucht Turbulenzen in der Atmosphäre

Wie wird die Welt in 20 Jahren aussehen? Im Kontext des Wissenschafts- und Kommunikationswettebewerbes Rostocks Eleven haben elf junge Wissenschaftler in den vergangenen drei Tagen die Ergebnisse ihrer Forschung präsentiert. Bewertet wurden sie von einer Journalistenjury. Überzeugen konnte vor allem einer: Jens Söder. Der 28-Jährige arbeitet am Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn und misst dort die Turbulenzen in der Atmosphäre. Diese seien mitverantwortlich für den Klimawandel. „Die Klimadiskussion wird immer nur von Kohlenstoffdioxid dominiert, dabei spielen dort auch viele andere Faktoren eine Rolle“, sagt Söder. „In den oberen Luftschichten verändern Wellen die Temperatur um bis zu 100 Grad Celcius. Die Wellen transportieren Energie, aber ein Teil davon verpufft. Dabei heizen und durchmischen sie ihre Umgebung“, erklärt er. Wenn die Wellen brechen, entstehen Turbulenzen. Diese würden die Luftzirkulation und somit auch die Temperaturverteilung antreiben. Mittels ballongetragener Instrumente untersucht Söder diese Turbulenzen – vom Boden aus bis in eine Höhe von 35 Kilometer – und versucht so herauszufinden, was in den turbulenten Bereichen der Atmosphäre passiert. „Über die Langzeitentwicklung kann bisher noch keine Aussage getroffen werden.“

Die Teilnehmer:

Juan Santos Thünen-Institut für Ostseefischerei, Andreas Borchel Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, Lars Möller Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Katharina Wolf Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Christian Denkert Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen, Sören Hancker Leibniz-Institut für Katalyse, Anne-Marie Schmitt, Anja Osterburg und Andreas Möllenkamp jeweils von der Uni Rostock, Denys Matthies Fraunhofer Institut für Grafische Datenverarbeitung, Jens Söder Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik