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Ein Artikel der Redaktion NNN

Rostock Jugendliche gründen einen Rat

Von NICP | 24.04.2016, 09:00 Uhr

13- bis 23-Jährige schließen sich für mehr Teilhabe zusammen und wollen Stimmrecht im Freizeitzentrum

„Wir setzen uns erst mal kleine Ziele und hoffen, dass es dann ein Selbstläufer wird“, sagt Johannes Lange. Mit 23-Jahren gehört er neben der 21-jährigen Anita Krause zu den ältesten Mitgliedern. „Wir haben beide ein freiwilliges soziales Jahr im RFZ gemacht“, sagt Anita. Jetzt sind sie in der Ausbildung zu Erziehern.

„Die beiden können den jüngeren gut zur Seite stehen“, sagt Frank Lüttgerding, der das RFZ von 1998 bis 2015 geleitet hat. „Ein Jugendrat fehlte schon lange“, sagt er. 2005 gab es schon einen Anlauf. „Doch es blieb bei der Idee. Vielleicht haben wir die Jugendlichen auch überfrachtet mit unseren Ideen“, sagt er. Im aktuellen Fall kam die Idee zu mehr Teilhabe für Jugendliche von denen selbst – von Ex-Kinderstadt-Bürgermeisterin Gerda Krull. „Ich bin irgendwann aus der Kinderstadt rausgewachsen“, sagt die heute 14-Jährige. Jetzt regiert dort die nächste Generation und Gerda hat ein neues Format zur Teilhabe Jüngerer in Rostock etabliert – mit tatkräftiger Unterstützung von sieben weiteren regelmäßigen Mitgliedern der Initiativgruppe. Seit vergangenem Sommer feilen sie an ihrem Konzept.

„Ich möchte euch Rückenwind geben“, versprach Katrin Schankin vom Stadtjugendring. Rostock macht sich aktuell auf den Weg, eine jugendgerechte Kommune zu werden, bekommt aus dem Bundesprogramm für dieses Jahr 6000 Euro für Projekte. „Da könnt ihr mitmischen“, sagte Schankin, „seid selbstbewusst, seid mutig.“ Der Jugendrat möchte erst mal wachsen, vielfältiger werden. Vier neue Mitglieder haben sie gestern direkt parallel zur Gründung akquirieren können.