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Rövershagen Kita der kleinen Forscher

Von MIKL | 24.06.2015, 10:00 Uhr

Bei den Heidehummeln gehen die Kinder naturwissenschaftlichen Alltagsphänomenen auf den Grund

„Wir möchten unseren Kindern auf kreative, spielerische Art und Weise für die Naturwissenschaften sensibilisieren“, sagt Karin Wulff, Leiterin der Kita Heidehummeln in Rövershagen. Genau das ist dem 27-köpfigen Team auch gelungen, denn zum zweiten Mal konnten die Kinder den ersten Platz beim Projekt Haus der kleinen Forscher abräumen. Ein erstaunliches Ergebnis, denn immerhin hatten sich bundesweit 300 Kitas bei der zentralen Zertifizierungsstelle in Berlin beworben. Die Heidehummeln konnten mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis von 90 Prozent punkten.

Gestern erhielt die Kita ihre neue zweijährige Rezertifizierung von Nadine Voigt, der Netzwerkkoordinatorin vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Rostock. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Projekt mit zahlreichen Partnern. So durften sich die Kinder zusätzlich über den Besuch des Bundestagsabgeordneten Peter Stein (CDU) freuen.

Der Politiker nahm an zahlreichen Forschungsprojekten teil. Sein Fazit: „Es ist beeindruckend, zu sehen, mit welch einfachen Mitteln komplexe Zusammenhänge des alltäglichen Lebens von den Mitarbeitern sehr kreativ umgesetzt und vermittelt werden.“ So erklärte Erzieher Karel Beitz seiner Forschungsgruppe die Funktionsweise einer Biogasanlage. Dazu wurde eine Flasche mit Hefe, Zucker, Wasser und Mehl gefüllt und erhielt als Verschluss einen Luftballon. Dann wurde die Mini-Biogasanlage in warmes Wasser gestellt. Mit der einsetzenden Gärung des Gebräus füllte sich der Ballon nach einigen Minuten mit Gasen. Dazu gab es jede Menge Hintergrundinformationen.

Nebenan zeigte Jenna Nowottnick mit einem durchsichtigen Schlauch, was passiert, wenn zu viel Toilettenpapier oder Abfälle ins WC geworfen werden. Anschließend erläuterte sie, was der Klempner unternimmt, um das Malheur zu beseitigen. „Wir orientieren uns bei unseren Forschungen vorwiegend an den Fragen unserer Kinder, die täglich anfallen“, so Wulff. Streichholzraketen, Feuerlöscher mit Backpulverantrieb oder Eismaschinen ohne Strom bereiten den drei- bis sechsjährigen Heidehummeln einen aufregenden Kita-Aufenthalt. Damit das auch so bleibt, werden bereits neue Projekte geplant. Die Heidehummeln möchten auch in zwei Jahren wieder den besten Platz abräumen.