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Ein Artikel der Redaktion NNN

Nachwuchs in Rostock Kleine Geparden toben im Zoo

Von Nicole Pätzold | 16.06.2015, 10:00 Uhr

Rostocker Raubkatze Malika zeigt ihren fünf Jungen ihr Terrain

20 Pfötchen haben gestern ihr Außengehege im Rostocker Zoo erkundet. Der kann sich nämlich über Nachwuchs bei den Geparden freuen, den ersten nach fünf Jahren. Raubkatze Malika (4) hat am 28. April gleich fünf gesunde Junge  zur Welt gebracht. Seit gestern zeigen sie sich den Besuchern.

Den ersten Schritt musste – na klar – Mama tun. Dann reckten sich drei Köpfchen aus der Luke im Gepardenhaus auf der 1000 Quadratmeter großen Anlage und tapsten los. Der vierte Kleine kam hinter. Plötzlich machte Malika wieder kehrt: Da fehlte doch einer. „Den fünften Schützling musste sie erst wecken“, sagt Pflegerin Ellen Hinz (45). Sie und Kollegin Andrea Marx kennen Malika wie niemand sonst. Sie haben die anmutige Gepardin und ihre drei Geschwister 2010 von Hand aufgezogen nachdem die Mutter an plötzlichem Nierenversagen starb. Ein schwerer Schlag für die Tierpfleger. Umso größer war die Freude jetzt: „Ich bin wirklich stolz und könnte Malika jeden Tag knuddeln“, sagt Ellen Hinz. Das könnte sie wirklich: Der Handaufzucht sei Dank, haben die beiden ein inniges Verhältnis und Malika lässt Ellen Hinz und Andrea Marx, aber ausschließlich sie, auch an ihre Kleinen ran. Ein Glück: „So können wir ihr Gewicht kontrollieren.“

Und so konnten sie in einem Fall nachhelfen: Ein Kätzchen ist etwas klein geraten und brauchte Extramilch. Jetzt wiegt das Kleine mit der Sturmfrisur 1700 Gramm – immerhin, bei der Geburt waren es 290. Ihre Schwestern bringen 3000 und 2700, die Brüder 2300 und 2500 Gramm auf die Wage. Ausgewachsen werden es  bis zu 75 Kilogramm sein. In Rostock leben neben der flauschigen Bande auch Uzuri (15), Tiha (4) und die Männchen Baako (8) und Akido (6). Er ist der Vater der Kleinen. Über das Europäische Zuchtprogramm wurde er ausgewählt. „Das heißt aber lange noch nicht, dass sie sich sympathisch sind“, sagt Hinz. Doch Volltreffer. So eine gute Kombination gab es lange nicht. Was noch fehlt: Namen. Vorschläge können  per Post, über Facebook oder Mail an den Zoo gesendet werden. Wichtig ist: Afrikanisch sollten die Namen sein.