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Warnemünde Kleingärten bleiben trotz Parkkonzept sicher

Von Michaela Kleinsorge | 22.01.2018, 05:00 Uhr

Anlage Am Moor behält trotz Öffnung für die Öffentlichkeit ihren Rechtsstatus #wirkoennenrichtig

Die Luft brennt in der Warnemünder Kleingartenanlage (KGA) Am Moor. Nach der heftigen Kritik einiger Pächter am Vorsitzenden Christian Seifert hatte der Vorstand seine Pächter am Sonnabend zu einer Infoveranstaltung in der Aula der Seefahrtsschule eingeladen. Thema war das umstrittene Konzept Kleingartenpark.

Viele Mitglieder waren nach Umfragen verunsichert. Sie befürchten, durch die Öffnung der Anlage als Park ihren Status als KGA zu verlieren. Dementsprechend war die Stimmung angeheizt und Mediator Matthias Schreiter übernahm das Mikro, um weitere Konfrontationen im Rahmen zu halten. Im Verlauf meldete sich Sybille Bachmann (Rostocker Bund) zu Wort und brachte die Angelegenheit für viele Teilnehmer auf den Punkt. So sei der Arbeitstitel Park eine falsche Assoziation und der Streit eskaliere aufgrund von Kommunikationsproblemen.

Rein rechtlich bleibe die Kleingartenanlage trotz Namensänderung auch künftig eine solche – mit allen Rechten und Pflichten. So sei bereits bei der Beschlussfassung vor fünf Jahren von dem Projekt Kleingartenpark gesprochen worden und der Rechtsstatus sei nie eine Frage gewesen, unterstrich auch Horst Döring. Der Warnemünder ist seit Jahren Pächter und im Seniorenausschuss des Ortsbeirates tätig. „Es geht hier um ein Zukunftsprojekt, wo lediglich Gemeinschaftsflächen positiv gestaltet und der Status der KGA dauerhaft gefestigt werden soll“, sagte der Rentner. Er verurteilte die Kritik der Mitglieder, die sich selbst nicht an die Regeln des Bundeskleingartengesetzes halten und somit den Status der Gemeinnützigkeit als Grundvoraussetzung der KGA erst recht gefährden würden, so Döring.

Am 3. März findet eine Delegiertenversammlung statt, bei der das Thema weiter erörtert werden soll.