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Lütten Klein Klinik-Ruine weicht für Wohnungen

Von Redaktion svz.de | 09.03.2015, 08:00 Uhr

Startschuss für Bauprojekt in Lütten Klein.

Die Weichen für einen neuen Kern des Ortsteils Lütten Klein werden gestellt. In diesem Zusammenhang beschloss der Ortsbeirat die Bauvoranfrage für das neue Bauprojekt auf dem 3,5 Hektar großen Gelände der ehemaligen Allende-Klinik.

Der baufällige Schandfleck soll abgerissen und durch ein Wohngebiet mit fünf bis maximal siebengeschossiger Bauweise ersetzt werden. Es sollen 12 500 Quadratmeter Wohnfläche entstehen, mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum in 160 bis 180 Wohnungen zu schaffen. In 2- bis 4-Raum-Zimmer- Varianten kann dann barrierefreies Wohnen genossen werden. Je nach Lage sollen Dachterrassen, Wintergärten oder Balkone zusätzlichen Komfort bieten. Mit der einstimmigen Beschlussfassung steht der Erschließung samt Planung und Genehmigungsverfahren auf dem Privatgrundstück nichts mehr im Wege.

Die erste Phase des aufwendigen B-Plan-Verfahrens ist fast abgeschlossen. Eigentümerin des Grundstücks mit erheblichen Altlasten ist die Wohnungsgenossenschaft (WG) Union bereits seit 2010. Die Planer sahen sich durch die vorab geforderten und behördlichen Auflagen großen Herausforderungen ausgesetzt, sodass die bisherigen Planungen viel Zeit in Anspruch nahmen. Beispielsweise soll eine Tiefgarage mit rund 200 Parkplätzen entstehen, um die Grünflächen zu erhalten.

,,Das treibt die Kosten für Sonderauflagen, Schallschutz und die Statik erheblich in die Höhe“, sagte Gunnar Przybill, Vorstand der WG Union. Zusätzlich werden eine Verkehrsinsel auf der Petersburger Straße und ein Besucher Parkplatz angelegt.

Den Wunschtermin für die Genehmigungsplanung und die endgültigen Architektenentwürfe haben die Planer für den Herbst 2015 vorgesehen. „Wenn nichts dazwischenkommt, können wir Ende des Jahres mit dem Abriss und im Sommer 2016 mit dem Baubeginn starten“, so Przybill. Nach grober Schätzung belaufen sich die Kosten für das gesamte Bauvorhaben 35 bis 40 Millionen Euro.