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Genervte Anwohner Klinikbau sorgt für Verkehrsstress

Von Redaktion svz.de | 17.01.2016, 09:00 Uhr

Ernst-Heydemann-Straße dient als Hauptzufahrt / Logistikkonzept garantiert medizinische Versorgung

Seit Mitte vergangenen Jahres laufen die Vorbereitungen für den Bau der neuen Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) auf dem Campus der Universitätsmedizin in der Schillingallee. Neben der Belastung durch den Baulärm und Schmutz sehen Anwohner jetzt auch noch ihre Verkehrssituation durch den ständigen Fluss der Baufahrzeuge akut gefährdet.

Zwar sei klar, dass das Material irgendwie angeliefert werden müsse – schließlich handele es sich um die größte Baustelle MVs –, aber eben organisiert und geplant, sagt Karsten Cornelius (SPD), Ortsbeiratsvorsitzender des Hansaviertels. „Das Wichtigste ist, dass die Logistik vernünftig gesteuert wird und es nicht zu einem Rückstau kommt“, so Cornelius. Gerade die Ernst-Heydemann-Straße, die von der Parkstraße aus als Zufahrtsstraße dienen soll, sei besonders eng.

Doch der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) hat konkrete Logistik-Pläne: „Es gibt vordefinierte Be- und Entladebereiche für die Baufahrzeuge“, sagt BBL-Projektleiter Robert Klaus. Die liegen direkt am Baufeld der ZMF sowie hinter dem Wiro-Parkhaus in der Kopernikusstraße und auf einer Freifläche entlang der Heydemannstraße, so BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Die Heydemannstraße ist bereits zur Einbahnstraße geworden. Dadurch bleibt die Schillingallee stets für Einsatzfahrzeuge frei.

„Der Klinikbetrieb wird während der Bauarbeiten auf dem Campus ohne Einschränkung weitergeführt“, sagt Hoffmann. BBL und Unimedizin stünden stets in engem Kontakt. Die Hauptzufahrt für die Baufahrzeuge und Anlieferer wird über die Ernst-Heydemann-Straße erfolgen, während die Ausfahrten über die Schillingallee und die Strempelstraße geführt werden, so Hoffmann. „Die Heydemannstraße bleibt weiterhin auch für den öffentlichen Verkehr nutzbar“, sagt der BBL-Sprecher. Weitere Einschränkungen für den fließenden Verkehr solle es zunächst nicht geben. „Parkverbotszonen werden nur dann eingerichtet, wenn ein erkennbarer Bedarf oder eine Gefährdungssituation vorliegen würden“ – dann würde das Parken in Kurvenbereichen, Einfahrten, Ausfahrten und Begegnungsbereichen eingeschränkt.

Im Anschluss an die Baumaßnahmen des Landes übernimmt die Stadt die Sanierung der umliegenden Straßen. Dazu will der Ortsbeirat Hansaviertel in seiner Sitzung am Dienstag Stellung beziehen. „Dabei werden die Umgestaltung der Ernst-Heydemann-Straße und der Schillingallee besprochen“, so Cornelius. Im vergangenen Jahr waren bereits die Rembrandt- und die Strempelstraße saniert worden. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Club der Volkssolidarität in der Bremer Straße.