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Rostock Klinikum Südstadt: Azubis gesucht

Von Dr. Gesine Selig | 17.07.2018, 05:00 Uhr

Sieben qualifizierte Plätze für die Bereiche Gesundheits- und Krankenpfleger für das neue Ausbildungsjahr sind noch offen.

Aktuell gibt es in MV 80 000 Pflegebedürftige. Was dabei fehlt, ist das Fach- und Pflegepersonal, konkret sind es im ganzen Bundesland zwischen 700 und 1300 Pflegekräfte. Bis 2020 werden insgesamt 3000 neue Pflegefachkräfte benötigt.

Diesem Trend stellt sich das Klinikum Südstadt Rostock. Bot es in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger vor fünf Jahren 28 Ausbildungsplätze, sind es heute 40. Ähnlich verhält es sich in den anderen Gesundheitsfachberufen zum Medizinischen Fachangestellten oder dem Operationstechnischen Assistenten. Hier stellt das Klinikum heute die doppelte Zahl an Ausbildungsplätzen im Vergleich zu 2013. Doch dem gegenüber stehen dieses Jahr sinkende Bewerberzahlen bei den Gesundheits- und Krankenpflegern, nachdem in den letzten drei Jahren ein Anstieg an Bewerbern zu verzeichnen war. Aktuell liegen bei den Gesundheits-und Krankenpflegern 264 Bewerbungen im Klinikum vor. 2017 gab es 336.

Dabei ist der Beruf als Gesundheits- und Krankenpfleger durchaus attraktiv, wie die Beispiele von Schülerin Julia Kersten und Danilo Dömpke zeigen. Sie lernen im dritten Lehrjahr am Klinikum und stehen kurz vor den Prüfungen. Danach bleiben beide am Klinikum, den Übernahmevertrag haben sie in der Tasche. Julia Kersten machte nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Senioreneinrichtung. Danach wusste sie: Sie will in einem Pflegeberuf arbeiten. „Ich entschied mich für das Klinikum Südstadt, denn alle Fachrichtungen in der Ausbildung befinden sich hier unter einem Dach, es gibt zwei bis drei Praxisanleiter beziehungsweise Mentoren in jedem Einsatzbereich, und ich erhalte eine Ausbildungsvergütung nach dem Tarif öffentlicher Dienst“, erklärt sie.

Zur Ausbildung gehören 2500 Stunden praktische Ausbildung und 2100 Stunden Theorie. Der Unterricht erfolgt an der Beruflichen Schule Alexander Schmorell in Rostock. Für den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers ist es sehr wichtig, sich gut einfühlen zu können, emphatisch, offen und kommunikativ zu sein. Denn als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeitet man täglich mit teilweise schwer kranken Patienten, die verschiedene Erkrankungen und Persönlichkeiten haben. Wichtig ist, flexibel zu sein und sich neu auf die Patienten einstellen zu können, betont auch Danilo Dömpke.

Er studierte nach dem Abitur zuerst ein technisches Fach, brach aber ab, weil es nicht das war, was er beruflich wollte. Nach einem Praktikum im Klinikum Südstadt, in der Pflege sowie bei einer Krankenkasse wusste er: Er will mit Patienten arbeiten. „Ich bewarb mich in ganz MV für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger und erhielt als ersten Bescheid die Zusage vom Klinikum Südstadt für die Ausbildung. Ich habe es nicht bereut.“ In den drei Jahren arbeitete er in verschiedensten medizinischen Bereichen wie in der Chirurgie, der Inneren Medizin, in der Notaufnahme, auf der Intensivstation, in der Tagesklinik und auch in der Onkologie mit krebskranken Patienten. „Wir wurden von erfahrenen Krankenschwestern und Ärzten ausgebildet, waren bei Visiten dabei und wurden durch Medizinpädagogen begleitet“, so Danilo Dömpke.

Aktuell sind noch neun Ausbildungsplätze für den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers am Klinikum frei, so Pflegedienstdirektorin Sylvia Waterstradt. „Das neue Ausbildungsjahr startet am 1. September. Bis Anfang September sind Bewerbungen noch möglich.“ Die Chance auf Übernahme sei groß.