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Kostümverkauf Volkstheater kleidet Rostock ein

Von Karsten Seifert | 03.02.2019, 15:38 Uhr

König, Qualle, Matrose? - Der Kostümverkauf des Volkstheaters lockt mehr als 1000 Besucher in das Große Haus.

Aus dem Fundus des Volkstheaters ein passendes Kostüm für die Faschingszeit finden oder etwas Neues aus den angebotenen Stoffen zaubern. Diese oder ähnliche Gedanken hatten am Sonnabend wohl nicht wenige. Mehr als 1000 Besucher zog es an diesem Nachmittag ins Große Haus, um beim Kostümverkauf ihr Glück zu versuchen. Etwa 2000 Kostüme und Einzelteile – von Mittelalter über den Stil der 50er Jahre bis hin zu Ballkleidern und Matrosenanzügen – sollten dort den Besitzer wechseln.

Für Schnäppchenjäger und Kreative

Die Warteschlange im Bereich der offenen Bühne war gefühlt unendlich und die Besucher mussten warten, bevor es in den heiß ersehnten Verkaufsbereich ging. Wer es dann aber geschafft hatte, wanderte mit freudigen Blicken über das umfangreiche Kleidungsangebot, probierte verschiedene Teile an oder legte sich mehrere Stücke zurecht. So auch Anja Becker aus Bad Doberan. „Ich habe davon in der Zeitung gelesen und bin aus reiner Neugierde hergekommen. Einzelne Stoffe möchte ich gerne weiterverarbeiten und selber kreativ werden.“

Vorführung der ausgefallenen Kreationen

Auch wenn das stetige Klicken und Klackern der Kleiderbügel etwas anderes vermittelte, so gab es durchaus einige Interessenten, die sich mit der Auswahl ihres passenden Kostüms ein wenig schwer taten. Doch dafür gab es Models wie die 19-jährige Caroline Born aus dem Jugendtheaterclub. Unter anderem verkleidet als Wasserelfe, bewegte sie sich elegant durch den Verkaufsbereich, zog mit ihrer Aufmachung die Blicke auf sich und präsentierte die Kostüm auf diese Weise in einer Art Modenschau von ihrer besten Seite.

Hilfe bei der Anprobe vom Profi

Nicht lange suchen für das passende Kostüm musste der Rostocker Tido Winkler. Nach einer kurzen Anprobe und ein wenig Hilfe durch Annegret Schubert aus der Herrenschneiderei, wusste der Tierarzt genau, dass es für ihn das Kostüm eines Königs sein musste, das auch noch wie angegossen passte. „Das nehme ich mit und es passt perfekt für die Arbeit“, witzelte der frisch gebackene König.

Von einem Euro bis 100 Euro waren die Kleidungsstücke ausgepriesen, wodurch wirklich jeder Kostümfreund zumindest mit einem Teil nach Hause gehen konnte. Auch wenn nur Barzahlung möglich war, hielt das die Stöberer keinesfalls davon ab, ihre Fundstücke mit nach Hause zu nehmen. Der Kassenbereich war ausnahmlos belegt und die beiden fleißigen Kassiererinnen hatten alle Hände voll zu tun, um den Ansturm auf den Bezahlbereich unter Kontrolle zu behalten, damit niemand auch dort noch lange warten musste.