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Hansaviertel Kreisel entlastet den Knotenpunkt

Von Caroline Weißert | 06.11.2012, 08:06 Uhr

Der Kreisverkehr an der Kreuzung Dürerplatz/Schillingallee nimmt langsam Form an.

Seit dem 9. September wird hier gebaggert, gepflastert und asphaltiert. Inzwischen ist bereits der Mittelring des Kreisverkehrs zu erkennen. Der Bauplan sieht insgesamt fünf Phasen vor. Im Moment befinden sich die Bauherren in der zweiten Phase - bis zum Ende des Jahres soll die dritte Phase erreicht sein. "Die mit den Arbeiten beauftragte Firma Asa-Bau setzt alles daran, sowohl die Asphalttragschicht als auch die -binderschicht bis zum ersten Frost fertigzustellen", sagt Daniel Möller, Baubetreuer der Hansestadt Rostock.

Im Winter kann der Asphalt bereits befahren werden

Da es sich um eine Winter-Baumaßnahme handelt, müssen stets alle Wetterereignisse einkalkuliert werden. Ziel sei es aber, so Möller, den Verkehr in den Wintermonaten bereits über die neu asphaltierte Fläche rollen zu lassen. Die Deckschicht soll abschließend im kommenden Frühjahr aufgetragen werden. Diese entstehe dann aus einem Stück, so sei die höchste Qualität und Langlebigkeit gewährleistet.

Ein Kreisverkehr sei an diesem Verkehrsknotenpunkt die richtige Entscheidung gewesen, so Möller. "Die Kreuzung barg immer viele Unklarheiten in der Verkehrsführung - hier gab es viele Unfälle. Besonders zu Stoßzeiten und bei Hansa-Spielen ist hier kein Durchkommen", sagt der Baubetreuer. Außerdem verkehren hier viele Rettungswagen, die das Uni-Klinikum anfahren. Diese Fahrzeuge brauchen freie Bahn. Die Alternative wären aufwändig geschaltete Ampelanlagen gewesen. Doch auf langfristige Sicht sei der Bau eines Kreisels kostengünstiger, erklärt Möller. Zeitgleich mit den Arbeiten am Kreisverkehr werden durch die Stadtwerke neue Stromleitungen verlegt. Und auch Eurawasser nutzt die Baumaßnahmen, um Trink- und Mischwasserkanäle zu verlegen. "Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen beteiligten Unternehmen verläuft reibungslos. Besonders die präzise Planung im Vorfeld ermöglicht das", erklärt der Bau-Überwacher der Stadt, Fabian Voll. Seine Aufgabe ist es, den korrekten Ablauf der Baumaßnahme am Dürerplatz zu kontrollieren. Am Anfang der Bautätigkeit habe die Querung an der Strempelstraße nicht zu 100 Prozent den Plänen entsprochen.

Kontrolle im Namen der Stadt

Bauüberwacher Voll gewährleistet die erforderlichen Korrekturen für die Stadt und kontrolliert in deren Namen die beteiligten Baufirmen. Zusätzlich misst er die einzelnen Asphaltschichten mittels Maßband aus. Alles muss den Vorgaben entsprechen. "Grundlage für jede Bautätigkeit sind die im Vorfeld erstellten Pläne. Ich sorge für deren genaue Umsetzung direkt vor Ort", sagt Voll. Interessant werde es, wenn so genannte Problemspiele des FC Hansa anstehen. "Dann müssen auch schon mal die Absperrungen zusammengebunden und die Pflastersteine weggetragen werden. In solchen Fällen arbeiten wir eng mit der Polizei zusammen - schließlich soll ja niemandem etwas passieren", sagt Voll.