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Stadtentwicklung Land entfernt kontaminierten Boden

Von Redaktion svz.de | 16.08.2018, 08:00 Uhr

In der Neubrandenburger Straße werden 3000 Kubikmeter Altlast von Chemie-Firma entfernt.

Auf dem Gelände der ehemaligen Vereinigten Norddeutschen Chemiehandel GmbH in der Neubrandenburger Straße in Rostock haben die Arbeiten zur Beseitigung eines schadstoffbelasteten Erdwalles begonnen. Die zirka 3000 Kubikmeter Böden des Erdwalles werden derzeit abgebaggert und für eine fachgerechte Entsorgung technisch vorbereitet.

Die Kosten von zirka 600 000 Euro werden zu 60 Prozent durch den Bund und zu 40 Prozent durch das Land MV getragen. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unterlag der Standort einer wechselnden gewerblichen und industriellen Nutzung. Bis 1991 wurden auf der Fläche Chemikalien gelagert und umgeschlagen. Dabei kam es auf mehreren Teilflächen zu erheblichen Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers mit Lösungsmitteln.

„Seit 2008 wird ein umfassendes Grund- und Oberflächenwasser-Monitoring durchgeführt und laufend ausgewertet“, informiert die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern mbH , Beate Ibiß. „In Auswertung der bisherigen umfangreichen Untersuchungsergebnisse wurde festgestellt, dass von der Altlast keine akuten Gefahren für die Anwohner und die Trinkwasserversorgung der Hansestadt ausgehen.“

Während der Baumaßnahme wird neben dem regulären ein erweitertes Grundwassermonitoring sowie weitere geophysikalische Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse sind für die Planungen zur Gestaltung des Geländes notwendig. „Voraussichtlich Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“, so Ibiß. Zusätzlich zum Rückbau werden bereits seit 2018 unbelastete Böden für die späteren Sanierungsmaßnahmen angefahren.