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Landgericht Rostock Lange Haftstrafe für Totschlag in Rostocker Obdachlosenheim

Von Redaktion svz.de | 19.05.2020, 11:17 Uhr

Nach Ansicht des Gerichts waren beide Männer stark betrunken.

Wegen Totschlags in einer Obdachlosenunterkunft hat das Landgericht Rostock einen 42-jährigen Mann zu acht Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es am Dienstag als erwiesen an, dass der alkoholkranke Mann im September 2019 in der Rostocker Unterkunft einen 59 Jahre alten Zimmergenossen mit 46 Stichen getötet hatte.

Vorher hatten die beiden Männer sich offenbar gestritten. Das "ständige Gequatsche" des anderen habe ihn schon lange genervt, hatte der Angeklagte in seinem Geständnis gesagt. Nach Ansicht des Gerichts waren beide Männer stark betrunken.

Der Angeklagte sei aber nicht schuldunfähig gewesen. Er war zwei Tage nach der Tat bei einer Verwandten festgenommen worden. Das Gericht ordnete an, ihn zeitweise in einer Entziehungsklinik unterzubringen.

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