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Gericht Lange Haftstrafen nach Fensterwurf

Von DPA | 05.03.2014, 12:00 Uhr

Zwei Güstrower wegen versuchten Totschlags zu je acht Jahren verurteilt

Weil sie zwei Männer aus einem Haus viereinhalb Meter tief geworfen haben, müssen ein 23- und 29-jähriger Güstrower für je acht Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Rostock verurteilte sie gestern wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen und gefährlicher Körperverletzung.

Das Duo hatte gestanden, im August 2013 seine 34- und 45-jährigen Opfer aus dem ersten Stock eines Güstrower Abrisshauses geworfen und dabei lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Tat war ein Streit in betrunkenem Zustand wegen 3,20 Euro Pfand für einen leeren Bierkasten vorangegangen. Die als voll schuldfähig eingestuften Täter hatten ihre Opfer zunächst brutal getreten und geschlagen, bevor sie die beiden in die Tiefe warfen.

Die Geständnisse führten durch eine Absprache zwischen den Gerichtsparteien zu einem milderen Urteil. Der Vorsitzende Richter betonte in der Urteilsbegründung, dass ihnen bis zu 17 Jahre Haft gedroht hätten. Die Tat sei äußerst brutal gewesen. Beide Angeklagte hatten sich bei ihren Opfern entschuldigt. Es sei auch strafmildernd gewesen, dass bei den Opfern keine bleibenden Schäden zurückblieben.

Die Schwerverletzten wurden erst am Tag nach der Tat gefunden. Ohne diesen Zufall wären sie nach Überzeugung des Richters gestorben. Er ordnete an, dass die Täter erst zwei Jahre Haft absitzen müssen, dann soll ein Entzug beginnen.