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Handball Lasse Goldschmidt trifft zum Sieg für den SV Warnemünde

Von Klaus-Peter Kudruhs | 18.11.2019, 16:22 Uhr

Die Zusammenfassung vom Geschehen in den höchsten Spielklassen des Landes, MV-Liga (Männer) bzw. Landesliga (Frauen):

MV-Liga Männer

SV Einheit Demmin – SV Warnemünde 31:32 (13:16)

Es war wieder ein heißer Tanz am Kraterrand, ein schwer erstrittener, doch verdienter Sieg der Gäste. Und dies, obwohl neben Samuel Wolfgramm weiterhin die Torhüter Maik Hintze und Leon Funke sowie Arne Reiser und Felix Fick fehlten.

„Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, wir konnten nicht ein einziges Mal in Bestbesetzung antreten. Aber unsere junge Truppe hat die neuerliche Feuertaufe letztlich mit Bravour bestanden“, sagte SVW-Trainer Thomas Wienke.

Nach anfänglicher Ausgeglichenheit (5:5/10.) ging die Initiative an Warnemünde über. Eng wurde es mit dem 29:29 (55.), als die Vorpommern in Überzahl bis zum 31:31 am Punktgewinn dran waren. Erst das zehnte Tor des überragend spielenden Lasse Goldschmidt 73 Sekunden vor Ultimo sicherte dem SVW beide Zähler.

SV Warnemünde: Härtel – Yannick Schulz 2, Schmeling, Peter Schmidt, Spitzner 6, Lasse Goldschmidt 10/3, Jung 3, Mielke 1, Bardosch 3, Kalbe, Holst 2, Stolze 5

Bad Doberaner SV – HC Vorpommern-Greifswald 31:19 (18:7)

Es war ein ruhiger Abend für die Trainer Andreas Köster und Matthias Schmidt. Trotz des Ausfalls des angeschlagenen Spielmachers Sebastian Voigt, und obwohl auch Tim Lehwald nicht dabei war, hatte Spitzenreiter Bad Doberaner SV keine Probleme, den Tabellenletzten deutlich zu bezwingen.

Nach dem 5:3 (9.) zogen die Hausherren ganz schnell auf 11:5 (21.) weg. In den zweiten 30 Minuten wurde – egal, wen die Trainer auf die Fläche beorderten – weiterhin gut getroffen. Am erfolgreichsten war Linkshand Christoph Rasch mit sieben Treffern.

Bad Doberan: Florian Voigt, French – Rasch 7, Höwt 5, Steinberg 1, Hasenpusch 4, Finkenstein 5, Paul 1, Seidel 3, Wilhelm 3, Wende 2

Landesliga Frauen, Staffel Ost

SV Pädagogik Rostock – Rostocker HC II 22:25 (12:10)

„Wir verfolgten den Plan, über eine stabile Abwehr und ein geduldig vorgetragenes Angriffsspiel zum Erfolg zu kommen“, so Pädagogik-Trainerin Christiane Weber. Das schien aufzugehen, denn ihr Team zog gegen den Tabellenführer mit 4:0 (6.) in Front und führte noch mit 19:18 (48.), bevor der RHC II mit fünf Treffern am Stück zum 19:23 das Spiel drehte.

„Im zweiten Durchgang war es lange ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende entschieden Kleinigkeiten gegen uns“, sagte Christiane Weber. „Wir taten uns sehr schwer und erkämpften mit viel Willensstärke als Mannschaft diesen Erfolg“, meinte Gäste-Trainerin Brigit Polkehn.

Pädagogik: Suckow, Biermann – Anja Schultz 2/1, Kerstin Schümann 5/3, Drobek, Böttcher 1 Waack, Streblow 2, Wandel 1, Stepanek 3, Lindenau 4, Asmus 1, Rosentreter 3

Rostocker HC II: Kleinvogel, Nau – Schwarz 2, Sarah Müller 1, Pohanka 7, Duwe 2/1, Rambow, Rose, Freitag 2, Mahr, Leonhardt 6, Janke 5, Gaevert

SV Eintracht Rostock – SV Warnemünde 16:42 (8:19)

Der SVW behält wie der RHC II seine blütenweiße Weste, während Schlusslicht Eintracht noch immer auf den ersten Punkt wartet. Der klare Sieg der Gäste war auch in der Höhe fast vorprogrammiert. Nur bis zum 4:4 (10.) schien es, als könnte der Außenseiter Paroli bieten. „Eintracht befindet sich momentan im kompletten Umbruch und hat eine sehr junge Mannschaft, die sich erst im Frauenbereich einfinden muss. Zur Orientierung für uns selbst kann das Spiel nicht herangezogen werden“, schätzte SVW-Coach Stefan Strack ein. Aus einer geschlossenen agierenden Mannschaft hob er nicht nur wegen ihrer zehn Treffer Katharina Jens etwas hervor.

SV Eintracht: Kißhauer – Kramp, Nele Klünder, Jacobs 5/1, Mohrdieck 2, Höfert 5/2, Bulander, Fiedler 1, Seedorf, Weeber 2, Rohde, Ludwigs 1

SV Warnemünde: Bladt, Knoop – Tahn 2, Eisenberger 1, Boelter 1, Czarschka 5/1, Jodmikat 6, Maske 6, Pingel 5, Jens 10, Schwebke 6

Staffel West

HSG Uni Rostock – Schwaaner SV 26:23 (13:10)

Bis zum 6:4 (16.) schien Schwaan die besseren Karten zu haben. Die HSG Uni hielt aber mehr und mehr dagegen und erkämpfte sich die Führung. Mitte der zweiten Hälfte zogen die Gäste mehrfach mit einem Treffer in Front, legten jedoch nicht nach. So hatte Uni nach dem 21:21 (55.) den längeren Atem.

HSG Uni: Zierath, Karow – Magritz 9/2, Böttger, Teich 1, Münickel 3, Zerbe 1, Breitsprecher 8/2, Schön 1, Maier, Hein 3, Zädow, Al Omari

Schwaan: Strübing, Utzmann – Abrahamczyk 4/1, Bolte, Radlof 3, Julia Müller, Gürcke 1, Tschiersch 9/2, Matuschek 1, Aude 5, Ahrens

Bad Doberaner SV – TSG Wismar 21: 41 (11:18)

Nach drei weiteren krankheitsbedingten Absagen standen die Münsterstädterinnen von Beginn an auf verlorenem Posten.

„Die über 40 Tore waren unnötig. Aber meine Ansagen in unserer letzten Auszeit wurden von meinen Damen ignoriert. Anstatt ruhig die abschließenden Angriffe auszuspielen, schlossen wir viel zu früh ab“, ärgerte sich der Bad Doberaner Coach Torsten Römer – auch über u. a. vier vergebene Siebenmeter.

Bad Doberaner SV: Kraus – Köster 1, Lena Schmidt 6/1, Schriewer, Dobbert 5, Kraeft 4, Rosenkranz 3, Ott 2, Davidek