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Missglücktes Chemie-Experiment an Rostocker Waldorfschule Lehrerin ist suspendiert

Von Nicole Pätzold | 17.01.2013, 10:30 Uhr

Es ist entschieden: Die Lehrerin der achten Klasse der Rostocker Waldorfschule ist suspendiert. Sie muss sich damit für ein missglücktes Chemie-Experiment mit ätzender Salpetersäure verantworten.

Es ist entschieden: Die Lehrerin der achten Klasse der Rostocker Waldorfschule ist suspendiert.

Sie muss sich damit für ein missglücktes Chemie-Experiment mit ätzender Salpetersäure verantworten. Der Vorstand der Waldorfschule und die Schulleitung haben gestern Abend ab 19 Uhr getagt. Die Eltern und Lehrer diskutierten über disziplinarische Konsequenzen für den Vorfall in der Schule. Zuvor ist ein ausführliches Gespräch mit der Klassenlehrerin geführt worden. Das Ergebnis: Das Experiment sei „unsachgemäß“ ausgeführt worden, sagte Ute Mathey, Geschäftsführerin des Trägervereins „Initiative zur Förderung der Waldorfpädagogik Rostock“. Die Schule wird sich von der Lehrerin trennen. Seit Dienstag ist sie bereits beurlaubt. Jetzt ist es endgültig: „Sie wird den Unterricht nicht wieder aufnehmen“, sagte Ute Mathey gestern Abend.

Am Dienstag in der zweiten Schulstunde hatten sich 16 Schüler der Waldorfschule im Unterricht verletzt. Bei einem Experiment haben sie sich im Klassenraum mit Salpetersäure Zeichen auf den Handrücken malen wollen – unter Aufsicht ihrer Klassenlehrerin. Die Säure war allerdings mit 65 Prozent hoch konzentriert. Die Schüler trugen Hautreizungen davon. Notarzt und Rettungswagen trafen schnell bei der Schule ein, untersuchten die Schüler auch auf Reizungen der Augen und Atemwege durch die etwaigen Dämpfe der Säure. Vorsorglich wurden die Achtklässler mit einem vom Brandschutz- und Rettungsamt beorderten Linienbus in die Uniklinik gebracht. Die Eltern wurden von der Schulleitung informiert.