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Leichtathletik Mara Häusler holt den Titel, Julia Ulbricht wird Vize

Von André Gericke | 16.06.2019, 20:37 Uhr

Gold und Silber gab es am Sonntag für den 1. LAV Rostock bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar.

Dreispringerin Mara Häusler setzte sich mit neuer Bestleistung von 13,09 Metern durch. Speerwerferin Julia Ulbricht erreichte 52,94 Meter und wurde hinter der Favoritin Annika Marie Fuchs (SC Potsdam/60,38 Meter) Zweite.

„Ich bin super zufrieden und mega happy, dass ich als Favoritin den Titel geholt habe und auch noch Bestleistung gesprungen bin. Es wäre bombastisch gewesen, wenn auch noch die Norm gefallen wäre, aber das war nicht das Hauptziel an diesem Wochenende. Da sollte einfach der Titel her“, sagte Mara Häusler.

Als deutsche U23-Jahresbeste war sie nach Wetzlar gereist und sah sich nach den 12,90 Metern von Kira Wittmann (Ankum) vor ihrem vierten Versuch auf Platz zwei liegend. Doch die Rostockerin behielt die Nerven und konterte umgehend mit 13,09 Metern, verbesserte ihren Hausrekord um einen Zentimeter. „Nach den Problemen mit dem Anlauf am vergangenen Wochenende in Zeven hatte ich damit gar nicht gerechnet. Ich hatte auch viel mit dem Kopf zu kämpfen. Aber ich war super motiviert und gut vorbereitet“, so Mara Häusler, der am kommenden Wochenende bei den Landesmeisterschaften in Rostock die Norm für die U23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle knacken will: „Der erste Baustein ist jetzt weg. Nun konzentriere ich mich bei den Landesmeisterschaften auf die Norm. Ich bin mir sicher, dass sie machbar ist. Sie wird früher oder später kommen, aber es muss natürlich alles passen. Wir haben viel am Anlauf gearbeitet, der war in den vergangenen Wochen das Problem. Es ist zudem mein Heimstadion. Ich kenne die Bahn, bin dort vergangenes Jahr gut gesprungen und habe den U20-Titel geholt. Ich denke und hoffe, dass es nächste Woche klappt“, so Mara.

Julia Ulbricht hat dagegen die Norm für die U20-Europameisterschaften in Borås (51 Meter) bereits mehrfach überboten und schaffte das auch am Sonntag in Wetzlar. Am Ende standen 52,94 Meter zu Buche, was ihr Silber einbrachte. „Sie war mit der Weite jetzt nicht ganz zufrieden und haderte auch mit ihren Würfen“, sagte Heimcoach Mark Frank, der aber insgesamt zufrieden war: „Nach der kleinen Wettkampfpause, die wir einlegen mussten, hat sie eine stabile Serie geworfen und mit der Weite ihre zweitbeste in diesem Jahr erreicht. Wir wollten eine Medaille holen, im besten Fall Silber. Das ist uns gelungen.“

Ulbricht wird am Wochenende in Rostock nicht werfen. Sie soll sich statt dessen auf die 26. Bauhaus-Junioren-Gala in Mannheim vorbereiten. Dort werden die Tickets für die U20-EM vergeben. „Das ist das große Ziel, und in Wetzlar hat sie die Konkurrenz, die dort auch am Start war, klar geschlagen“, so Mark Frank mit Blick auf die Resultate von Leonie Tröger (Halle/50,18 Meter), Marie Bertl (Jena/48,73 Meter) oder Lea Wipper (Leipzig/45,26 Meter).

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