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Nach der Hanse Sail Letzte Spuren beseitigt

Von Katrin Zimmer | 15.08.2018, 20:45 Uhr

Stadtentsorgung reinigt Hafen: Müllaufkommen wegen des schlechten Wetters mit rund 50 Tonnen etwas geringer als in den Vorjahren.

Gewohnte Ruhe in den frühen Morgenstunden am Stadthafen: Die großen Bühnen und Festzelte der Schausteller sind abgebaut und an den geduldigen Anglern kommen lediglich ein paar Jogger und Fahrradfahrer vorbei. Viel ist nicht mehr übrig von der 28. Hanse Sail – außer Müll. Um auch die letzten Spuren des millionenschweren Volksfestes zu beseitigen, haben sich die Mitarbeiter der Stadtentsorgung am Mittwoch mit schwerem Gerät ans Werk gemacht.

Unermüdlich zieht Einsatzleiter René Weilandt mit der Straßenkehrmaschine seine Kreise auf dem asphaltierten Gelände. Wo er mit den großen Bürsten nicht hinkommt, tragen Kollegen mit Besen und kleineren Fahrzeugen routiniert Müllhäufchen aus Zigarettenstummeln, Bierdeckeln und Kabelbindern zusammen. „Wir sollten kurz nach Mittag, gegen 13, 14 Uhr, durch sein“, sagt Weilandt. Gestartet hat das gerade einmal neunköpfige Team den Einsatz um 6 Uhr. Länger brauchen sie für die Endreinigung der Partymeile nicht, denn die meisten Kollegen – die sich für den Dienst zur Sail freiwillig melden können – kennen den Ablauf seit vielen Jahren. Er selbst sei seit ’97 im Reinigungskommando für den Stadthafen.

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Auch schon während der Sail waren Mitarbeiter der Stadtentsorgung sowie zusätzlich angeheuerte Kräfte jede Nacht von 3 bis 8 oder 9 Uhr im Einsatz. „Immer je nach Müllaufkommen, sodass es morgens wieder sauber ist“, erklärt Unternehmenssprecher Steffen Böhme. Parallel müssen die turnusmäßigen Straßenreinigungen in der Stadt natürlich weiterlaufen.

Insgesamt sei die Sail mit rund 40 bis 50 Tonnen entsorgtem Abfall etwas sauberer gewesen, als in den Vorjahren. Der Trend habe sich angedeutet: „Immer mehr Getränke-Anbieter haben Pfandsysteme eingeführt und verzichten auf Einwegbecher“, sagt Böhme. Auch die deckellosen 240-Liter-Abfallbehälter, so genannte Event-Tonnen, wurden von den Besuchern gut angenommen, täglich gefüllt. Vor allem aber die Witterungsbedingungen – schwere Gewitter am Eröffnungsabend sowie eine Partypause am Freitag – hätten das geringere Müllaufkommen verursacht, so Böhme.

Generell sei es in diesem Sommer sauberer geworden im Stadthafen. „Das Hafen- und Seemannsamt hat für die Saison einen Handreiniger eingestellt, der täglich an den neuralgischen Punkten, wo die Leute grillen, unterwegs ist“, sagt der Fachmann.