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Rostock Licht aus und Fenster zu

Von Sara Miebach | 06.01.2009, 03:18 Uhr

Energie im Wert von fast 15 000 Euro haben 13 Schulen durch eine Initiative der Stadt eingespart. Und das mit wenig Einschränkungen: Außentüren schließen oder den Computer vom Stromnetz trennen hilft schon.

Licht aus und Fenster zu, so lauten die wichtigsten Kommandos für das Energiesparen an Rostocks Schulen. Rund 3 200 Euro Energiekosten hat das Ostseegymnasium im Jahr 2007 mit einfachen Mitteln gespart.

"Unsere Erkenntnis ist, dass wir uns nicht einschränken mussten, um Energie zu sparen", sagt Schulleiter Gerald Tuschner. Die Schüler am Ostseegymnasium lernen in Fächern wie Umweltbildung und Nachhaltigkeitserziehung, wie der Klimawandel schon jetzt die Erde verändert. Auf der Schulkonferenz stellte Tu Tran Thi Ngoc (16) die Ideen der Schüler zum Energiesparen vor. Das Bewusstsein für nötigen und unnötigen Verbrauch sollte bei Schülern und Lehrern geschärft werden. Per Aushang gaben die Schüler Energiespartipps. "Würden wir nicht zeigen, dass es einen Unterschied macht, zu sparen, könnte die Energie auf der Erde knapp werden und dann ist es zu spät", sagt Phuong Mai (15). Auch im Computerraum spart das Ostseegymnasium Energie. Die Rechner sind komplett ausgeschaltet, wenn sie nicht gebraucht werden. Roland Meyer (18) ist seit drei Jahren mitverantwortlich:"Ich habe neulich entdeckt, dass wir statt der schwer erreichbaren Mehrfachstecker mit Kippschalter einfach einen Schalter auf der Steckdose installieren können." So wird es den Schüler leicht gemacht, den Rechner vom Stromnetz zu trennen, um keinen Strom für die Standby-Funktion zu verschwenden.

Helga Bringe lobt das Engagement der Schüler. Durch den Wettbewerb sei Energiesparen an der Schule greifbar geworden, sagt die Biologie- und Chemielehrerin. Zuletzt hätten die Schüler sogar einen Weihnachtsbaum mit Energiesparlichterkette geschmückt.

Die Grundschule am Margaretenplatz hat ebenfalls gespart. Hier gibt es Flurlicht-Verantwortliche. Sie sorgen in jeder Klasse dafür, dass das Licht nicht länger als notwendig brennt. Auf den Toiletten kontrollieren die verantwortlichen Schüler, ob Wasserhahn und Lichtschalter aus sind. "Die Lehrer haben die Fäden gezogen und nun läuft es bei den Schülern wie von selbst," sagt Lehrerin Anja Vahle.