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Interview Luise weiter auf dem Laufsteg

Von Jenny Wendelberger | 24.06.2015, 12:00 Uhr

Rostockerin wurde Dritte bei „Germany’s Next Topmodel “. Was macht Luise heute? Wir haben nachgefragt

Sie war die Drittplatzierte aus der 8. Staffel von Heidi Klums Castingshow Germany's Next Topmodel (GNTM): Luise Will (20) aus Rostock. Rund zwei Jahre ist das jetzt her, dass die schöne Brünette ihre Model-Mama Heidi Klum (42) so sehr beeindruckt hat. Was macht Luise heute? NNN trafen das Rostocker Model zum Interview im Stadthafen.

Wie hat sich Ihr Leben seit GNTM verändert?
Ich wollte damals eine Ausbildung zur Krankenschwester machen, bin aber durch das Casting bei GNTM ins Model-Leben gestürzt. Anfangs habe ich das nur als Spaß angesehen, aber mittlerweile ist das mein Hauptberuf geworden. Ich nehme das Modeln sehr ernst und bin mit einer sehr großen Leidenschaft dabei.

Leben Sie denn weiterhin in Rostock?
Ja, ich lebe in Rostock und möchte auch nicht weg. Ich bin zwar viel unterwegs und manchmal für einige Zeit nicht hier, aber ich nutze jede freie Minute, um bei meiner Familie und meinem Freund zu sein. Ja, ich bin seit über einem Jahr glücklich vergeben. Ich hänge schon sehr an meiner Heimat. Deswegen kommt es jetzt auch nicht in Frage, Rostock den Rücken zu kehren.

Wenn NNN Sie begleiten würden, wie würde einer Ihrer typischen Tagesabläufe aussehen?
Wenn ich morgens aufstehe, dann ist erst mal eine Stunde Yoga angesagt. Das brauche ich einfach, um wach zu werden. Dann mache ich mich fertig. Duschen, Haare waschen – was Frauen alles so machen. Dann fahre ich zu meinen Jobs, die so anstehen. Meist gehen die einen ganzen Tag, dann bin ich abends so kaputt, dass ich einfach nur entspannt im Bett liege. Kommt natürlich auch vor, dass Kunden mich zum Essen einladen – was ich dann immer gerne annehme.

Wenn Sie so zurückdenken, würden Sie noch einmal zu einer Show wie GNTM gehen?
Ja, ich würde wieder zu einer Castingshow gehen, gerade diese Show hat mir eine komplett neue Seite an mir gezeigt, die ich jetzt einfach gerne weiter machen möchte. Wir haben damals super viel erlebt, sind durch viele Länder gereist, haben in Luxus-Hotels geschlafen, konnten interessante Menschen kennenlernen und sind auch für große Kunden gelaufen. Es war einfach eine Zeit, die ich nicht vergessen werde.

Modeln Sie nur in Deutschland, oder haben Sie auch internationale Aufträge?
Momentan modele ich in Deutschland, zuletzt habe ich für die Marke Schwarzkopf gearbeitet. Im vergangenen Jahr war ich fünf Monate unterwegs, unter anderem in Paris und Athen. Aber wie ich dort gelebt habe… Viele denken ja immer, man ist Model und lebt in Luxus-Hotels. Nichts da. Die Konkurrenz ist riesig, und auch ich muss mich durchkämpfen, um an Jobs zu kommen. Ich habe mit vielen Mädchen auf engem Raum gelebt, bin zu Castings gefahren und habe mich bei vielen Kunden vorgestellt.

GNTM steht momentan in der Kritik, weil die Models immer dünner werden. Wie denken Sie darüber?
Generell denke ich, dass diese Castingshow eine gewisse Vorbildfunktion für junge Mädchen hat. Leider ist das Geschäft oftmals nicht der Mehrheit entsprechend, was die Figur betrifft oder nicht der Realität, aber das sehen die jungen Mädchen vielleicht noch nicht und möchten trotzdem so aussehen wie die Models in Zeitschriften. Für mich ist es das Geschäft, und so läuft es nun einmal. Es gibt vorgegebene Maße, an die man sich halten muss, ansonsten ist man raus. Es ist nicht unbedingt mein Schönheitsideal. Jeder soll sich wohlfühlen und gesund sein, egal ob dünn, schlank oder mollig. Jeder Mensch sieht auf seine eigene Weise toll aus.

Haben Sie ein bestimmtes Fitness-Programm?
Ich gehe sehr gerne schwimmen, aber mache auch gerne zu Hause Sport wie erwähnt Yoga. Ist zwar anstrengend aber entspannt auch sehr und gleichzeitig macht es auch noch Spaß. Hier in Rostock habe ich einen Fitness-Trainer, der mich sehr auf Trab hält.

Wenn Sie Rostock beschreiben müssten, was würden Sie über Ihre Heimatstadt sagen?
Rostock ist die schönste Stadt. Wenn ich nach Hause komme, ist das mein Ruhepol. Diese Luft, das Wasser – ich kann hier einfach entspannen. Das Meer im Sommer vor der Tür zu haben, ich möchte es nicht missen. Man könnte sagen, ich bin ein echter Fisch-Kopp, obwohl ich keinen Fisch esse.