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Hansa-Coach Peter Vollmann bereitet eine emotionale Ansprache vor "Mannschaft auf den Platz schießen"

Von André Gericke | 22.09.2011, 08:20 Uhr

Nach neun Pflichtspielen ohne Sieg ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Diese Meinung vertritt offenbar auch Peter Vollmann. Der Hansa-Trainer will im Heimspiel gegen den Karlsruher SC einige Umstellungen vornehmen.

Nach neun Pflichtspielen ohne Sieg ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Diese Meinung vertritt offenbar auch Peter Vollmann. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock will im Heimspiel am Sonntag ab 13.30 Uhr gegen den Viertletzten Karlsruher SC einige Umstellungen in der Start-Elf vornehmen. "Wir haben so drei, vier Dinge im Kopf, die wir anders machen könnten", sagte der 53-Jährige.

Damit dürfte er vor allem den Offensivbereich meinen. Mit nur vier geschossenen Ligatoren stellen die Norddeutschen den zweitschwächsten Angriff. "Einige Spieler hatten jetzt ein paar Chancen, nun schenken wir den anderen das gleiche Vertrauen", so Vollmann, der sich die Unbekümmertheit eines Tom Weilandt oder auch den Frust eines Bankdrückers wie Robert Müller zu nutze machen will: "Dabei spielen die letzten Eindrücke natürlich immer eine Rolle."

Und die waren gerade beim erst 18-jährigen Weilandt zuletzt positiv. Der offensive Mittelfeldmann brachte jeweils als Einwechselspieler gegen Braunschweig (0:0) und bei Eintracht Frankfurt (1:4) frischen Wind in die Aktionen der Hansestädter. In der Mainmetropole gelang dem Youngster sogar die Vorlage zum Ehrentreffer durch Tobias Jänicke, da Eintracht-Keeper Oka Nikolov einen Schuss von Weilandt nicht festhalten konnte.

Zwei straffen Einheiten am Mittwoch folgte gestern "ein autogenes Training mit Ball, wie ich es immer nenne", so Vollmann, der währenddessen zahlreiche Einzelgespräche in kleineren Gruppen führte. "Die Mannschaft ist sich der Wichtigkeit der Partie gegen Karlsruhe bewusst", sagt der Chefcoach, der am Sonntag wahrscheinlich eine emotionale Ansprache wählen wird. "Ich sage bewusst, dass wir die Mannschaft auf den Platz schießen müssen. Uns muss es gelingen, die Zuschauern mitzunehmen. Die Karlsruher müssen staunen und denken: Was ist hier in Rostock los", erklärt Peter Vollmann.