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Bogenschießen Maria Hasse bei Wind und Regen zum Titel

Von Delia Hörmann | 30.08.2019, 19:39 Uhr

Eine Rostockerin wird Deutsche Meisterin. Sie führt auch musikalisch gekonnt den Bogen – wenn sie Cello spielt.

Es sollte sich für die 41-jährige Bogenschützin Maria Hasse vom PSV Rostock auszahlen, dass sie vor wichtigen Turnieren täglich trainiert – und das auch bei schlechten Witterungsbedingungen.

Am 17./18. August richtete der Deutsche Bogensport-Verband in Hamburg die Deutschen Meisterschaften im Freien aus. Maria Hasse errang dort bei windigem und regnerischem Wetter in der Klasse Frauen Ü 40 die Goldmedaille.

Über die Distanzen 70, 60, 50 und 30 Meter hatte sie jeweils 36 Pfeile zu platzieren. Um entspannt zu bleiben hatte sie dieses Mal darauf verzichtet, sich die Zwischenstände mitteilen zu lassen. Um so größer dann die Freude, als sie sich am Ende mit 1219 Ringen gegen sieben Konkurrentinnen durchgesetzt und dabei über die 60 Meter auch noch einen neuen Landesrekord aufgestellt hatte.

Mit dem Bogensport begann Maria Hasse erst 2011 beim PSV Rostock. Durch ihren Sohn, der dort trainiert hatte, fand sie zu diesem Sport, der in ihren Augen immer populärer wird.

Derweil trainiert sie dort Erwachsene und Kinder. Den Bogensport sieht sie als tollen Ausgleich zu ihrem Beruf als Software-Entwicklerin. Es fasziniere sie an diesem Sport, dass durch die Konzentration vor dem Schuss das Körpergefühl ganz bewusst gestärkt werde. Wenn es im Wettkampf gelinge, nur so viel Anspannung zuzulassen, wie benötigt werde, stelle sich auch der Erfolg ein.

Nach mehreren Siegen bei Landesmeisterschaften ist der Gewinn der Deutschen Meisterschaft der bisher größte sportliche Erfolg von Maria Hasse.

Privat sorgt ihre Leidenschaft für Musik für Entspannung vom Wettkampfsport. Auch dort dreht sich übrigens alles um einen Bogen. Allerdings um einen, den sie viel sanfter einzusetzen weiß, wenn sie auf ihrem Cello spielt.