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Rudern „Dann sollte eine Medaille schon drin sein…“

Von Peter Richter | 29.08.2019, 19:43 Uhr

Im Leichtgewichts-Einer gewann Marie-Louise Dräger am Donnerstag in Linz ihr Halbfinale absolut souverän.

Chapeau, Marie-Louise Dräger! Was für ein Auftritt der für die Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 antretenden Rostockerin am Donnerstag bei den Weltmeisterschaften in Linz im Halbfinale im Leichtgewichts-Einer: Die 38-Jährige zog die Konkurrenz förmlich ab (7:32,77 Minuten für die 2000 Meter, die Zweite Madeleine Arlett aus Großbritannien benötigte 7:35,20) und tauchte im Ziel erst mal ihre Füße in den schwarz-weiß karierten Strümpfen in den „See“ – bis zum A-Finale werden sie wieder trocken sein, auch wenn dieses bereits für Freitag um 13.38 Uhr angesetzt ist.

„Auf den ersten 1000 Metern konnte ich mich gut freirudern, danach musste ich nur noch auf Attacken der Gegnerinnen reagieren. Ich hatte aber alle gut im Blick. Ich hoffe, dass mir morgen erneut solch ein Lauf gelingt, dann sollte eine Medaille schon drin sein“, so Marie.

Der Frauen-Achter mit Christin Stöhner (Olympischer Ruder-Club Rostock) hatte in seinem Hoffnungslauf keine Chance, unter vier Booten Zweiter zu werden. Er verfehlte als Vierter nicht nur das A-Finale, sondern auch die Boots-Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio.

„Natürlich macht es keinen Spaß, Letzter zu werden. Ruderisch haben wir seit dem Vorlauf aber einen großen Sprung gemacht und konnten den Rückstand zur Spitze deutlich verkürzen. Wir bleiben voll konzentriert und freuen uns darauf, im B-Finale das eine oder andere Boot hinter uns lassen zu können“, so die 22-Jährige vom ORC.

Der in Rostock geborene Para-Ruderer Marcus Klemp (Rüdersdorf) und Amalia Sedlmayr (Leverkusen) waren im Semifinale der Mixed-Doppelzweier, Kategorie PR2, chancenlos (6.) und stehen im B-Finale.