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Demo Mehr Humanität gefordert

Von Redaktion svz.de | 15.06.2015, 06:00 Uhr

Das Bündnis Humanity will eine neue europäische Grenzpolitik

Das Bündnis Humanity hat am Sonnabend zu einer Demonstration „Für grenzenlose Humanität gegen die Grenzpolitik Europas“ aufgerufen. Viele verschiedene Organisationen und Gruppierungen haben sich zu dem Bündnis zusammengeschlossen. Zu ihnen gehören unter anderem Migranet, Rostock Nazifrei, Rostocker Friedensbündnis und die Antirassistische Initiative Rostock. Nach Angaben des Veranstalters sind knapp 200 Bürger aus Rostock und Umgebung dem Aufruf gefolgt.

Das Bündnis fordert neben einer europäischen Rettungsoperation für in Seenot geratene Flüchtlingsboote auch einen legalen und gefahrlosen Fluchtweg sowie eine komplette Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft. Gleichzeitig fordern sie ein Ende der bisherigen europäischen Einwanderungspolitik.

Nach einer ersten Auftaktkundgebung bewegte sich der Demonstrationszug vom Doberaner Platz über den Schillerplatz sowie den Goetheplatz zur Zwischenkundgebung am Hauptbahnhof. Anschließend ging es zur Abschlusskundgebung auf den Neuen Markt. Während der Demonstration wurden immer wieder die Aussagen „Say it loud, say it clear – refugees are welcome here!“ und „Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht, überall!“ skandiert.

Die Redebeiträge wurden unter anderem von Vertretern von Migranet, der DGB-Jugend Nord und von Karen Larisch (Linke) gehalten. Sie schilderten beispielsweise die Erfahrungen von Flüchtlingen in der Region und erläuterten ihre Forderungen genauer.

Auch der Rostocker Politikstudent Vincent Voß demonstrierte für einen besseren Umgang mit Flüchtlingen. „Die Rechte der Flüchtlinge sind mir persönlich wichtig“, so der 23-Jährige. „Wir sollten sie aufnehmen wie andere Menschen auch und dabei keine Unterscheidung zwischen den Einheimischen und Menschen, die hier leben wollen, machen,“ erklärte er.