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Sanierung Mehr Platz für Athleten

Von Claudia Labude-Gericke | 24.06.2017, 05:00 Uhr

Im Herbst startet der 3,4 Millionen Euro teure letzte Teilabschnitt der Laufhallen-Sanierung . Ein Jahr Bauzeit geplant #wirkoennenrichtig

Große Vorfreude bei Rostocks Sportlern. Noch in diesem Jahr, voraussichtlich im dritten Quartal, soll der letzte und größte Sanierungsabschnitt der Laufhalle am Sportforum beginnen. Dessen Gesamtkosten betragen rund 3,4 Millionen Euro. Das Land gibt 2,5 Millionen Euro Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds dazu, sodass für die Hansestadt noch Kosten in Höhe von 900 000 Euro verbleiben. „Wir planen mit gut einem Jahr Bauzeit“, sagt Nico Seefeldt, Sprecher des für die Maßnahme zuständigen Kommunalen Eigenbetriebes für Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). Derzeit würden die Ausschreibungen vorbereitet.

Die Entwürfe stammen vom Rostocker Büro Buchholz+Schlettwein. Geplant ist, die verbliebene offene Grünfläche innerhalb des Rundkurses sowie die Laufrunde selbst neu zu überdachen. Neben weiteren Funktionsflächen entstehen so knappe 500 Quadratmeter an zusätzlicher Trainingsfläche. Außerdem würden laut KOE gleichzeitig Altlasten entfernt und die Energiebilanz verbessert. Die komplexe Sanierung der Halle, die im Herbst 2018 abgeschlossen sein soll, zieht sich bereits über zehn Jahre hin. Damals wurde der erste Innenhof überdacht und so unter anderem Platz für die Sprunggrube geschaffen. Bei der in diesem Jahr beginnenden Maßnahme soll nach der Dachsanierung auch die Fassade der Laufhalle gedämmt sowie die gesamte Haustechnik erneuert werden.

Bei den Planungen mit dabei waren auch die Nutzer der Halle. „Wir wurden hervorragend mit einbezogen“, sagt Ralf Skopnik. Der Vorsitzende des 1. Leichtathletikvereins (1. LAV) Rostock ist „glücklich und dankbar dafür, dass sich unsere Trainingsbedingungen mit dem dritten Bauabschnitt noch weiter verbessern“. Der Rostocker Verein hätte mit der Verbindung von Stadion und Laufhalle ein sehr gutes Terrain für Leistungssport. Das wüssten auch Athleten aus dem Rest der Republik zu schätzen.

„Wir wollen deshalb auch gern der Stadt und den Bürgern etwas zurückgeben – mit unseren Leistungen und indem wir hochkarätige Veranstaltungen nach Rostock holen“, sagt Skopnik. So sei die Hansestadt im kommenden Jahr zum zweiten Mal nach 2013 Ausrichter der Deutschen Jugendmeisterschaften.

Inwieweit die Sportler aus Rostock durch die Hallensanierung beim Training eingeschränkt werden, ist aktuell Bestandteil von Gesprächen, die zwischen KOE und dem Amt für Schule und Sport laufen und laut Nico Seefeldt noch nicht abgeschlossen wären. „Das nehmen wir aber gern in Kauf, wenn das Resultat so super wird wie bei den bisherigen Bauabschnitten“, erklärt Ralf Skopnik.