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Rostock Mehr Wohnungen in Groß Klein?

Von NICP | 30.06.2017, 05:00 Uhr

SPD drängt auf Bebauung der Freifläche an der Hermann-Flach-Straße. Verwaltung will Flächennutzungsplanung abwarten

Die SPD sieht perspektivisch mehr Wohnungen in Groß Klein und fordert, dass die Stadtverwaltung prüft, ob und wie schnell eine Fläche an der Hermann-Flach-Straße als Wohnungsbaustandort ausgewiesen und bebaut werden kann. Das hat der Fraktionsvorsitzende Steffen Wandschneider beantragt.

Die Freifläche wird aktuell nicht genutzt – „weder als Wohn- oder Gewerbefläche noch als Parkanlage“, begründet Wandschneider. Allerdings sei der Bereich sehr gut an die S-Bahn, das Ortsamt und Einkaufsmöglichkeiten angeschlossen. Dort ergebe sich die Möglichkeit, gerade in Anbetracht der von der Verwaltung prognostizierten Wohnungsbaubedarfe von 20 000 Wohnungen, „mit verhältnismäßig wenig Aufwand, auf dieser Fläche das bisherige Wohnquartier weiterzuentwickeln“, so der Fraktionschef. Und „es wäre eine gute Möglichkeit“, befindet Parteikollege Uwe Michaelis, der auch Vorsitzender des Ortsbeirates in Groß Klein ist.

„Man kann sich da streiten, ob das nach einer Wohnbebauung ruft“, kommentiert Dürten Schölens, die Sachgebietsleiterin für Stadtentwicklungs- und Flächennutzungsplanung, und auch, ob es sich dort um eine Baulücke handele. Laut offizieller Stellungnahme der Verwaltung sei die freie Trasse bisher zur Anbindung des Stadtteils an die Stadtautobahn gedacht. Von großflächiger Bebauung rät die Verwaltung ab, bezieht Überlegungen mit ein, die Fläche für die Entwicklung des maritimen Wirtschaftsstandortes Neptun-Werft freizuhalten und verweist letztlich darauf, das alles bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans zu prüfen. „Wir brauchen die Ausweisung von Wohnflächen jetzt und nicht in zehn Jahren“, reagiert SPD-Mitglied Christian Reinke. „Auch wenn die Verwaltung keine großflächige Bebauung dort sieht, besteht die Möglichkeit, einzelne Teilflächen dort zu entwickeln und den Wohnungsbau voranzutreiben“, sagt Michaelis. Der Beirat hat diesen Kompromiss als Änderungsantrag vorgelegt. Stadtentwicklungsausschuss und Ortsbeirat haben zugestimmt. Die Bürgerschaft tagt am 12. Juli.