Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Eishockey Mir ist daran gelegen, weiter mit Behncke zu arbeiten

Von Arne Taron | 15.05.2019, 20:37 Uhr

Mike Specht, Präsident des Rostocker Eishockey-Clubs, spricht über die abgelaufene Saison der Piranhas und blickt voraus

Zur abgelaufenen Saison der Piranhas und vorausblickend auf die neue sprach NNN-Mitarbeiter Arne Taron mit Mike Specht, Präsident des Rostocker Eishockey-Clubs.

Wie fällt Ihr Fazit zum Abschneiden 2018/19 aus?

Letztlich überwiegen positive Erinnerungen, schließlich war es mit der Play-off-Teilnahme die erfolgreichste Serie der vergangenen Jahre. In den Spielen eins (2:5 auswärts – d. Red.) und zwei (2:3 zu Hause – d. Red.) gegen den späteren Meister Landshut waren wir absolut auf Augenhöhe. Das zeigt, mit welchem Potenzial wir in dieser Saison eigentlich unterwegs waren. Allerdings gibt es zwei wichtige Punkte, die verhinderten, dass wir noch erfolgreicher waren. Das sind zum einen die mangelnde Disziplin einiger Spieler – wir kassierten viel zu viele unnötige und dumme Strafen – und zum anderen die mangelnde Chancenverwertung in den wirklich wichtigen Spielen.

Nach der Saison ist immer auch vor der Saison – wie ist der aktuelle Stand?

Mit Trainer Christian Behncke sind wir in Gesprächen. Mir ist daran gelegen, mit ihm weiter zusammenzuarbeiten. Auch mit den Spielern wurde schon viel gesprochen, aber wir wollen – so wie jedes Jahr – erst einmal unsere Lizenzunterlagen für die nächste Oberliga-Saison abgeben, und dann werden wir auch etwas zum Kader für 2019/20 verkünden. Die Abgabe der Unterlagen hat bis zum 31. Mai zu erfolgen. Wir werden in der Eishalle Schillingallee sicher viele Gesichter wiedersehen, einige Spieler werden uns aber auch verlassen. So auch einer unserer jungen Keeper.

Mit Braunlage und Duisburg hatten zuletzt wieder zwei Oberligisten große finanzielle Probleme…

Braunlage hat sich leider endgültig entschieden, nicht mehr in der Oberliga zu melden. Froh bin ich darüber, dass man bei den Preussen in Berlin die Weichen weiter auf Oberliga gestellt hat. Leider leben einige Vereine über ihre Verhältnisse und bekommen immer wieder Probleme. Für uns steht aber weiterhin ganz klar fest – wir geben nur das Geld aus, was wir wirklich haben.

Wie fällt das wirtschaftliche Fazit 2018/19 aus?

Wir haben eine absolut ausgeglichene Bilanz. Wir konnten alle Verbindlichkeiten und Gehälter pünktlich zahlen. Es ist wieder sehr vernünftig und solide gearbeitet worden.

Vor allen Dingen in den Heimspielen sollte wieder zu neuer Stärke gefunden werden. Hat das aus Ihrer Sicht geklappt?

Ja, ich denke, das ist uns gelungen. Wir haben zu Hause sicherlich auch Spiele verloren, aber eben nicht in der Art und Weise wie manchmal in den Serien zuvor. Von den Gegnern hat man öfter gehört, dass es keinen Spaß macht, in Rostock zu spielen. Diesen Respekt hat sich das Team absolut erarbeitet.

Mit der Variante des jungen Headcoach Behncke, den die spielenden Co-Trainer Greg Classen und Tomas Kurka unterstützen, wurden neue Wege gegangen – wie fällt Ihr Resümee aus?

Positiv. Wir waren mit diesem Konzept sehr zufrieden. Es ging in erster Linie darum, die Kommunikation zwischen Trainer und Mannschaft deutlich zu verbessern. Das ist gelungen. Taktische Belange konnten zudem besser auf dem Eis umgesetzt werden. Tomas Kurka wird weiter dabei sein. Hinsichtlich Christian Behncke bin ich, wie gesagt, guter Hoffnung. Bei Greg Classen muss man sehen, welchen Stellenwert Eishockey noch in seinen Planungen hat.