Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

Ringen Eine Uralt-Tradition ersteht auf

Von Peter Richter | 29.08.2019, 18:01 Uhr

Die Kampfgemeinschaft Küstenringer startet am Sonnabend gegen den SV Luftfahrt Berlin II in die Oberliga Brandenburg.

Eine Uralt-Tradition ersteht auf, eine an sich Selbstverständlichkeit früher in der DDR-Oberliga und -Liga, aber auch nach der Wende in jeweils sechs Jahren 1. und 2. Bundesliga: das Mannschafts-Ringen in Rostock. Nicht mehr erlebt, seit die Kampfgemeinschaft Küstenringer 2012 in der Oberliga Nordwest in Aktion trat, am Sonnabend zu neuem Leben erwachend in der Oberliga Brandenburg.

Am 1. Kampftag empfängt die zum Auftakt mit Sportlern des PSV Rostock und SV Warnemünde besetzte Mannschaft ab 18 Uhr in der Lütten Kleiner Sporthalle Kopenhagener Straße die „Zweite“ des SV Luftfahrt Berlin.

„Unsere Aushängeschilder sind Rebekka March (Kadetten-Europameisterin in der Gewichtsklasse bis 49 Kilogramm vom SV Warnemün-de – d. Red.) und Mathias Schuck (ehemaliger Bundesliga-Ringer und erfolgreicher MMA-Kämpfer, jetzt Athletic Energy Grimmen – d. Red.). Wir können auf ein schönes Portfolio zurückgreifen aus erfahrenen Kräften und dynamischen, aufstrebenden Nachwuchskräften“, ist Stefan Pentschew, Abteilungsleiter Ringen des SVW, voller Vorfreude.

Der 47-Jährige gehört im Übrigen ebenfalls zum Kader und verrät, was ihm am Comeback des Mannschafts-Ringens in der Hansestadt am meisten gefällt: „Dass wir nach sieben Jahren nicht mit eingekauften Kämpfern aus Dänemark und Russland antreten, sondern mit Jungs und Mädchen aus Mecklenburg-Vorpommern.“

Ja, auch Mädchen bzw. junge Frauen – das ist neu an dem „Format“. Morgen stehen für sie die Kategorien 50 und 65 kg Freistil auf dem Programm. Die weiteren sechs Kämpfe: 52 kg F (13 bis 17 Jahre), 61 kg Griechisch-Römisch, 71 kg F, 80 kg GR, 92 kg F und 130 kg GR.

Wen genau Mannschaftsleiter Eckhardt Wallmuth vom FSV Stralsund, Vizepräsident Leistungssport des Ringerverbandes MV, für morgen nominiert hat, wird natürlich nicht verraten.

Gern informieren wir aber darüber, dass der Eintritt frei ist und morgen auch für das leibliche Wohl gesorgt sein wird (Imbiss und Getränke zu volkstümlichen Preisen).

„Ich muss sagen, es hat einfach irgendwas gefehlt“, so Stefan Pentschew. „Kürzlich traf ich im Haus des Bauens einen sportbegeisterten ehemaligen Kollegen, der hat gestaunt und gesagt, oh, das gab es ja schon lange nicht mehr.“

Auch Trainer Benno Gallinat (SVW) fiebert dem Neuanfang entgegen: „Wir hatten ja so lange keine Mannschaft mehr, da sind wir gegenüber den Etablierten ein bisschen im Nachteil. Wir haben keine großen Erwartungen, starten erst mal das Projekt. Aber wir wollen am Ende natürlich nicht als Letzter dastehen. Unser Ziel ist es, unter die ersten Drei zu kommen.“

Vier Gegner

Neben dem SV Luftfahrt Berlin II trifft die KG Küstenringer auf drei weitere Kontrahenten: KG Lübtheen II, TuS Hellersdorf 88 und 1. Hennigsdorfer RV II. Es tritt zweimal jeder gegen jeden an, somit sind für alle Teams acht „Auftritte“ garantiert.

Jugendliga Nord mit der KG Küstenringer: Saisonstart morgen 11 Uhr in Torgelow